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Fall Maddie : Anwalt des Verdächtigen kritisiert Staatsanwaltschaft

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Rudi Cerne, Moderator von „Aktenzeichen XY... ungelöst“, vor einem Bild des vor 13 Jahren verschwundenen Mädchens Maddie McCann Bild: dpa

„Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen“, sagt der Anwalt des Verdächtigen im Fall Maddie. Christian B. sei völlig anders als in der Öffentlichkeit dargestellt.

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          Der Anwalt des Verdächtigen im Fall Maddie hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig scharf kritisiert. „Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben“, sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher am Mittwochabend RTL/n-tv, nachdem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ der Fall abermals thematisiert worden war. Auf den beweisgestützten Verdacht der Staatsanwaltschaft sei er sehr gespannt. „Ich halte diese Aussage der Staatsanwaltschaft Braunschweig für unheimlich gewagt.“

          Ein 43 Jahre alter Deutscher, der wegen anderer Delikte inhaftiert ist, steht im Verdacht, die dreijährige Britin am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz entführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen Christian B. wegen Mordverdachts. Auf seine Spur kamen die Ermittler nach eigenen Angaben bereits durch einen Hinweis nach einer ZDF-Sendung zum Fall Maddie im Oktober 2013.

          Fülscher verteidigt Christian B. gemeinsam mit dem Hamburger Rechtsanwalt Johann Schwenn. Fülscher sagte, sein Mandant sei völlig anders als in der Öffentlichkeit dargestellt. „Ich erlebe ihn als sehr ruhigen und freundlichen Gesprächspartner.“ Sein Mandant wolle auf sein Anraten hin weiter keine Angaben zu den Vorwürfen machen.

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