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Zwei Polizisten in Haft : Floyd-Prozess erst im März 2021

  • Aktualisiert am

Diese Gerichtsskizze zeigt den Hauptangeklagten Derek Chauvin, der per Videoschalte aus dem Gefängnis an einer Anhörung teilnimmt. Bild: dpa

Das Verfahren gegen vier ehemalige Polizisten im Fall George Floyd soll am 8. März 2021 beginnen. Der Richter fordert Justizbehörden, Verteidigung und Angehörige zu Stillschweigen auf – und droht sonst mit Konsequenzen.

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          Das Verfahren gegen vier ehemalige Polizisten, die wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagt sind, soll am 8. März 2021 beginnen. Zuvor soll es am 11. September noch eine Anhörung zu Verfahrensfragen geben, wie Richter Peter Cahill am Montag verfügte. Cahill forderte Justizbehörden, Verteidigung und Angehörige zudem zu Stillschweigen auf.

          In den vergangenen Wochen hatten unter anderen Polizeichef Medaria Arradondo und Minnesotas Gouverneur Tim Walz Floyds Tod unter dem Knie des weißen Polizisten Derek Chauvin Ende Mai als „Mord“ bezeichnet. Auch die Verteidiger von Chauvin und seinen früheren Kollegen Thomas Lane, J. Alexander Kueng und Tou Thao, die wegen Totschlags oder Beihilfe angeklagt wurden, sowie Floyds Angehörige hatten öffentlich über das bevorstehende Verfahren spekuliert. „Das Gericht wird nicht glücklich sein, weiter etwas zu den drei Themen Sachlage, Beweise und Schuld oder Unschuld zu hören“, mahnte Cahill. Er drohte, den Prozess bei weiteren Indiskretionen in einen anderen Bezirk zu verlegen.

          Chauvin, der Floyd fast neun Minuten lang das Knie auf den Hals drückte, sitzt wie sein früherer Kollege Thao weiter in Haft. Lane und Kueng bleiben bis Prozessbeginn gegen Kaution auf freiem Fuß. Alle vier waren einige Tage nach Floyds Tod aus dem Polizeidienst entlassen worden.

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