https://www.faz.net/-gum-8xq6h

Sprengstoffexperten vor Ort : Festnahmen nach explosivem Fund am Niederrhein

  • Aktualisiert am

Bei einer Wohnungsdurchsuchung im Kreis Wesel hat die Polizei gefährliche Flüssigkeiten entdeckt. Bild: dpa

Aufregung in einer beschauliche Seitenstraße am Niederrhein: In einer Garage ist die Polizei bei Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Einbrecher auf explosive Chemikalien gestoßen.

          1 Min.

          Nach dem Fund von Sprengstoff-Chemikalien am Niederrhein ermittelt die Polizei gegen mehrere Verdächtige. Es habe mehrere Festnahmen und Durchsuchungen gegeben, teilte ein Polizeisprecher in Essen am Donnerstag mit. Einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach unter den Verdächtigen ein Islamist sei und die Polizei von einem terroristischen Hintergrund ausgehe, bestätigte diese nicht. „Das kann momentan noch alles sein“, sagte ein Polizeisprecher. Ermittelt werde in verschiedene Richtungen.

          Auffällig war, dass die Zuständigkeit von der Polizei in Wesel auf die für größere Lagen ausgerichtete Polizei in Essen überging. Die Polizei begründete dies mit dem Umfang des Falls. „Da sind viele Ermittler an der Sache dran.“

          Bei Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Einbrecher war die Polizei in Neukirchen-Vluyn westlich von Duisburg am Mittwochabend in einer Garage auf verdächtige Chemikalien gestoßen. Der 24-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Kleve an diesem Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Chemikalien sollen zur Herstellung eines größeren Sprengsatzes geeignet sein.

          Die Ermittlungen dauerten die ganze Nacht

          Sprengstoffexperten eilten an den Ort des Geschehens. Die Feuerwehr hielt sich mit ausgerollten Schläuchen parat. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und sich von den Fenstern fernzuhalten. Die beschauliche Seitenstraße mit alten Bäumen und dunklen Klinkerhäusern wurde abgesperrt. Es handelt sich um eine alte Zechensiedlung, das stillgelegte Bergwerksgelände ist zwei Straßen weiter.

          In einer Reihe von fünf Garagen war die Polizei fündig geworden. Die Ermittlungen hätten die ganze Nacht angedauert, hieß es. Am Donnerstag verlagerte sich das Geschehen dann ins benachbarte Kamp-Lintfort. Auch dort kam es zu Durchsuchungen und Festnahmen. Es habe auch in weiteren Städten Durchsuchungen gegeben, die aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht genannt werden könnten, berichtete die Polizei. Das gleiche gelte für die Staatsangehörigkeit der Verdächtigen.

          Weitere Themen

          Die Pandemie im Überblick

          Zahlen zum Coronavirus : Die Pandemie im Überblick

          Wie viele Deutsche haben sich mit Covid-19 infiziert – und wie sieht der Vergleich zu anderen Ländern aus? Wie langsam verdoppelt sich die Zahl der Infizierten – ein Kriterium für die Lockerung der Maßnahmen? Karten und Diagramme geben einen Überblick.

          Topmeldungen

          Logo der Christdemokraten

          Schulden in Europa : Union uneins über Corona-Bonds

          In der Union wird debattiert, wie mit den im Zuge der Corona-Krise verursachten Schulden innerhalb der Länder der Europäischen Union umzugehen ist. Corona-Bonds sind ebenso im Gespräch wie ein sogenannter „Dreiklang der Solidarität“. Was steckt dahinter?

          Corona-Krise : Der Fluch der Zweitwohnsitze

          Raus aus dem Corona-Wahnsinn: Rund um den Globus geraten Menschen in die Kritik, die in ihre Zweitwohnungen flüchten. Vielerorts fahndet jetzt sogar die Polizei nach den unerwünschten Besuchern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.