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Hilfe für Vergewaltigungsopfer : Experten in Amerika warnen vor „Rape Kits“

  • -Aktualisiert am

So macht es der Profi: In einem Labour in Housten wird ein Tupfer mit Spuren für einen Test vorbereitet. Bild: AP

Mit einem sogenannten „Rape Kit“ sollen Vergewaltigungsopfer in der Vereinigten Staaten künftig selbst DNA-Proben sichern können. Doch Beratungsstellen und Staatsanwälte haben starke Bedenken.

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          Amerikanische Beratungsstellen und Staatsanwälte warnen vor sogenannten Rape Kits, durch die Vergewaltigungsopfer angeblich selbst DNA-Proben und weitere Beweise sichern können. Die Sets mit Teststreifen und Wattestäbchen, die das New Yorker Unternehmen „MeToo“ in den kommenden Wochen auf den Markt bringt, seien vor Gericht nicht als Beweismittel zugelassen. Zudem verhinderten die „Rape Kits“ eine medizinische und psychologische Betreuung der Opfer von Sexualstraftaten.

          „Ein Übergriff hinterlässt lebenslange Verletzungen. Die Sets trivialisieren das Verbrechen, indem sie den Eindruck vermitteln, dass man allein damit fertig wird“, teilte die Organisation New York City Alliance Against Sexual Assault am Mittwoch mit.

          Vergangene Woche hatte schon die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Michigan das Unternehmen mit Sitz in Brooklyn aufgefordert, die „Rape Kits“ nicht zu verkaufen. Das Produkt verstößt angeblich gegen Verbraucherschutzgesetze und versucht, aus der MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe Kapital zu schlagen.

          Die Gründerin des Unternehmens, Madison Campbell, kündigte nach den Beschwerden an, unter Umständen den Namen des Sets zu ändern. „Die MeToo-Bewegung hat mich als Opfer sexuellen Missbrauchs auf die Idee gebracht, dieses Produkt zu entwickeln“, sagte sie der „New York Post“. „Falls der Name andere Opfer davon abhält, Hilfe zu bekommen, ändere ich ihn.“

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