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Schüsse auf einen Polizisten : Ehemaliger Mister Germany zu sieben Jahren Haft verurteilt

  • Aktualisiert am

Adrian Ursache soll den „Reichsbürgern“ angehören. Bild: dpa

1998 posierte er als Mister Germany auf der Bühne, später gründete Adrian Ursache seinen eigenen Staat „Ur“. Bei der Räumung des Geländes verletzte Ursache einen Polizisten schwer. Jetzt muss der vermutliche Reichsbürger in Haft.

          Das Landgericht Halle hat einen sogenannten Reichsbürger wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der frühere Mister Germany Adrian Ursache bei der Zwangsräumung seines Grundstückes 2016 in Reuden (Burgenlandkreis) auf einen SEK-Beamten geschossen hatte. Nur dank seiner Schutzkleidung sei der Polizist nicht getötet worden, hieß es zur Begründung.

          Das Gericht blieb mit dem Strafmaß unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die acht Jahre Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte einen Freispruch vom Vorwurf des versuchten Mordes verlangt. Die Anwälte plädierten auf eine Verurteilung wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Ursache hatte die Vorwürfe der Anklage an allen 56 Verhandlungstagen bestritten.

          Die Sicherheitsbehörden rechnen den 44-Jährigen den sogenannten Reichsbürgern zu. Diese sprechen dem Grundgesetz und den Behörden die Legitimität ab. Die Bewegung wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet und ist teilweise gewaltbereit. Ursache bestreitet, ein „Reichsbürger“ zu sein.

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