https://www.faz.net/-gum-8nxql

Jeden Tag ein Krimineller : Europol sucht Schwerverbrecher per Adventskalender

  • Aktualisiert am

Es geht in dem Adventskalender um Kriminelle, die unter anderem wegen Mordes, Entführung, Terrorismus und Drogenhandel verurteilt sind, sich ihrer Strafe aber entziehen. Bild: Europol/Twitter

23 Tage lang zeigt Europol im Internet jeden Tag einen flüchtigen Schwerverbrecher aus einem anderen Mitgliedstaat. An Heiligabend soll dann ein „schönes Geschenk“ in Form vieler Festnahmen präsentiert werden.

          1 Min.

          Die europäische Polizeibehörde Europol gibt dieses Jahr ihren eigenen Adventskalender mit Steckbriefen meistgesuchter Verbrecher heraus. Der Europol-Sprecher Gerald Hesztera sagte der Nachrichtenagentur AFP, ab Donnerstag, dem ersten Dezember, werde 23 Tage lang im Internet jeden Tag ein flüchtiger Schwerverbrecher aus einem anderen Mitgliedstaat gezeigt. Es handele sich um Kriminelle, die unter anderem wegen Mordes, Entführung, Terrorismus und Drogenhandel verurteilt seien, sich ihrer Strafe aber entzögen.

          Pünktlich zum ersten Dezember veröffentlichte Europol auf Twitter den Steckbrief eines Österreichers, der 1986 eine Prostituierte umgebracht haben soll und seit 21 Jahren auf der Flucht ist. Auf einer Europol-Webseite ist zusätzlich ein Video mit weiteren Informationen über den Fall zu finden. Ab sofort wird Europol jeden Tag ein neues Türchen öffnen und darauf auf Twitter hinweisen.

          Europol hatte im Januar die Internetseite www.eumostwanted.eu mit zahlreichen Fotos und Beschreibungen von Europas meistgesuchten Verbrechern eingerichtet. 24 von ihnen wurden seitdem festgenommen. Neun Verhaftungen gingen Europol zufolge direkt auf die große Medienaufmerksamkeit sowie auf Hinweise aus der Bevölkerung zurück. Er hoffe, dass er an Heiligabend ein „schönes Geschenk“ in Form weiterer Festnahmen präsentieren könne, sagte Hesztera.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Demokraten-Debatte : Angriff auf Warren

          Bei der vierten Fernsehdebatte der Demokraten zeigte sich, dass Joe Biden nicht mehr der einzige Favorit ist, an dem sich alle abarbeiten. Diesmal musste Elizabeth Warren die meisten Angriffe parieren. Und Bernie Sanders musste sich nach seinem Herzinfarkt Fragen zu seiner Gesundheit gefallen lassen.
          Ein Messschlauch eines Geräts zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt im Auspuffrohr eines VW Golf.

          Diesel-Skandal : Australischer Richter findet Einigung „unverschämt“

          Dass Volkswagen in der Diesel-Affäre einen Kompromiss mit der australischen Wettbewerbsbehörde geschlossen hat, regt den Richter auf. Das VW-Management wolle seine Hände in Unschuld waschen. „Ein Fiasko für die Unternehmensaufsicht.“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.