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EU-Behörde Olaf : Betrugsversuche mit Corona-Impfstoff in Milliardenhöhe

  • Aktualisiert am

Ein Mitarbeiter bereitet eine Lieferung des Impfstoffs von Astra-Zeneca vor. Bild: dpa

Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde registriert falsche Angebote für über 900 Millionen Impfstoffdosen. 2020 hatte es eine ähnliche Kriminalität mit Gesichtsschutzmasken gegeben.

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          Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf geht von Betrug mit Corona-Impfstoff in beträchtlichem Ausmaß aus. „Wir sehen eine steigende Zahl von Betrugsfällen und falschen Angeboten im Zusammenhang mit Impfstoffen“, erklärte Olaf auf AFP-Anfrage am Donnerstag. Alle den Ermittlern bekannten Betrugsversuche belaufen sich demnach auf über 900 Millionen Impfstoffdosen für einen Gesamtpreis von etwa 12,7 Milliarden Euro.

          „Ziel der Betrüger ist es, die öffentliche Hand zu hohen Anzahlungen zu bewegen, um den Verkauf zu sichern, und mit dem Geld zu verschwinden“, erklärte Olaf weiter. Diese Masche sei vermehrt bereits im vergangenen Jahr in Bezug auf Masken und andere medizinische Schutzausrüstung zu beobachten gewesen. Die Handelnden sind demnach häufig Unternehmen aus Drittstaaten, die vorher inaktiv oder in ganz anderen Geschäftsbereichen tätig waren.

          EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vergangene Woche bereits vor Betrug mit angeblichen Schwarzmarkt-Kontingenten von in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffen gewarnt. Impfstoff gegen das Coronavirus ist weiterhin ein knappes Gut. Es gibt bedeutende Produktionsengpässe. Nach Angaben der Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC haben unter fünf Prozent der EU-Bürger bislang mindestens eine Impfstoffdosis erhalten.

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