https://www.faz.net/-gum-8rru4

Berlin : Emotionale Botschaft nach Steinwürfen auf Polizisten

  • Aktualisiert am

Einer der beschädigten Polizeiwagen Bild: dpa

Mit Steinen sind mehrere Polizeiwagen in Berlin attackiert worden. Der Staatsschutz vermutet einen politischen Hintergrund und ermittelt.

          Mit einer emotionalen Botschaft im Internet hat die Berliner Polizei auf eine Stein-Attacke gegen Polizeiwagen reagiert. „In unseren Fahrzeugen befinden sich Menschen“, schrieb das Social-Media-Team am Sonntag auf Facebook und postete ein Video mit Bildern der demolierten Wagen. Unbekannte hatten in Berlin-Mitte mehrere Polizeiwagen mit Steinen beworfen. Dabei wurden fünf Fahrzeuge stark beschädigt. Ein Polizist wurde am Auge und im Gesicht verletzt, wie die Sicherheitskräfte mitteilten.

          „Die Polizistinnen und Polizisten leisten eine harte Arbeit. Sie haben es nicht leicht“, heißt es in dem Text. „Die vielen Überstunden, wechselnde Dienste - auch an Wochenenden und in der Nacht, unvorhersehbare Alarmierungen, von all dem können auch die Familien und Angehörigen zur Genüge berichten.“

          Polizistinnen und Polizisten seien Männer und Frauen, Väter und Mütter, Freundinnen und Freunde, die sich für diese Entbehrungen bei der Berufswahl entschieden hätten. „Wofür sie sich jedoch nicht entschieden haben - und was sie sich auch nicht gefallen lassen müssen, sind solche feigen Angriffe.“ Bis Montagmorgen unterstützten Tausende Menschen die Botschaft bei Facebook mit „Likes“. Unterstützung kam auch vom Bundesinnenministerium via Twitter: Es sei „eine Botschaft, die wir wichtig finden und gerne teilen“.

          Laut Polizei wurde gegen 2.00 Uhr ein Streifenwagen des Objektschutzes angegriffen. Als wenig später vier Polizeiwagen zur Unterstützung eintrafen, wurden auch diese mit Steinen beworfen. Die Täter entkamen unerkannt. Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund, der Staatsschutz ermittelt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der russische Präsident Wladimir Putin und Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, geben sich während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Moskau die Hand.

          Nach Ibiza-Video : Orbán und Putin wenden sich von Strache ab

          In seinem Ibiza-Video hat Heinz-Christian Strache den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als sein Vorbild bezeichnet. Doch der hat sich nun von Österreichs ehemaligem Vizekanzler distanziert. Auch Putin wendet sich von Strache ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.