https://www.faz.net/-gum-9zcw9

Zeugen gesucht : Ermittler gehen bei Angriff auf ZDF-Team von bis zu 25 Tätern aus

  • Aktualisiert am

„Heute Show“-Satiriker Abdelkarim spricht nach dem Angriff mit der Polizei. Bild: AP

Die Angreifer sollen in Kleingruppen auf die sieben Opfer eingeschlagen haben, unter anderem mit Metallstangen. Die Berliner Polizei ruft mögliche weitere Zeugen dazu auf, sich zu melden.

          1 Min.

          Mehr als eine Woche nach dem Angriff auf ein ZDF-Team am 1. Mai gehen die Ermittler von bis zu 25 Angreifern aus, die in Kleingruppen auf die sieben Opfer eingeschlagen haben sollen. Ein 50-Jähriger wurde bis zur Bewusstlosigkeit getreten und kam nach Polizeiangaben wie drei weitere Verletzte ins Krankenhaus. Die Polizei rief am Dienstag dazu auf, dass mögliche weitere Zeugen sich melden sollen.

          Bereits in der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt „angesichts der Dynamik und Unübersichtlichkeit des Geschehens“ von schwierigen und aufwändigen Ermittlungen gesprochen. Zu dem Zeitpunkt hieß es noch, die Ermittlungen richteten sich gegen etwa 15 Menschen. Sechs zunächst festgenommene Tatverdächtige wurden einen Tag später wieder freigelassen.

          Bei den Opfern handelte es sich um ein Team der Satiresendung „heute-show“ und einen begleitenden Sicherheitsangestellten. Demnach legten die sieben Menschen auf dem Vorplatz eines Supermarkts eine Pause ein, als sie angegriffen wurden. In Kleingruppen traten und schlugen die Angreifer auf die sieben Mitglieder des Teams ein, unter anderem mit Metallstangen.

          Drei Männer blieben bei der Tat nach Dreharbeiten zum Demonstrationsgeschehen am 1. Mai demnach unverletzt. Die Angreifer seien allesamt dunkel oder schwarz gekleidet und vermummt gewesen. Offenbar entledigten sie sich noch während der Flucht teilweise ihrer Kleidung oder wechselten diese.

          Die Bundesregierung hatte den Angriff scharf kritisiert. „Wer Journalisten angreift, bedroht, verletzt, der steht weit außerhalb unserer demokratischen Ordnung und der muss uns alle gegen sich haben“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert vergangene Woche in Berlin. „Wir sehen seit längerem, dass Extremisten aller Richtungen die Pressefreiheit, eines unserer wichtigsten Grundrechte, buchstäblich mit Füßen treten“, sagte Seibert. Es sei traurig, dass die Begleitung durch Sicherheitsleute für Journalisten bei vielen Demonstrationen heute schon obligatorisch sei.

          Weitere Themen

          Leverkusen lässt Punkte liegen

          1:1 gegen Leipzig : Leverkusen lässt Punkte liegen

          Bayer ist beim 1:1 gegen RB Leipzig die etwas bessere Mannschaft, nutzt seine Chancen aber nicht. Die Stürmer Schick und Sörloth können ihren neuen Teams noch keine entscheidenden Impulse geben.

          Niederlande verschärfen die Maßnahmen

          Hohe Infektionszahlen : Niederlande verschärfen die Maßnahmen

          Viele Niederländer ärgern sich darüber, dass Mitbürger die Abstandsregeln ignorieren. Appelle der Regierung an das Verantwortungsgefühl der Bürger hatten nicht viel geholfen – jetzt werden die Regeln deutlich verschärft.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.