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Vertraute von Jeffrey Epstein : Maxwell im Gefängnis unter besonderer Beobachtung

  • Aktualisiert am

Ghislaine Maxwell bei einer Konferenz im Jahr 2013. Bild: Reuters

Wegen mutmaßlicher Suizidgefahr gilt für Ghislaine Maxwell ein erweitertes Sicherheitsprotokoll: Die frühere Partnerin des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein darf im Gefängnis nicht alleine sein und muss Kleidung aus Papier tragen.

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          Die Vertraute des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, steht wegen mutmaßlicher Suizidgefahr in Untersuchungshaft unter besonderer Beobachtung. Für den Schutz der Verdächtigen habe das amerikanische Justizministerium zusätzliche Sicherheitsprotokolle zu den üblichen Auflagen in Kraft gesetzt, erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag aus informierten Kreisen.

          Bundesbeamte seien so besorgt gewesen, dass Maxwell sich das Leben nehmen könnte, dass sie ihr nach ihrer Verhaftung Kleidung und Bettlaken weggenommen hätten. Im Gewahrsam müsse sie nun Kleidung aus Papier tragen. Die Maßnahmen im Gefängnis in New York City gehen damit über jene heraus, die Beamte bei ihrer ersten Festnahme vergangene Woche im amerikanischen Staat New Hampshire ergriffen haben. Unter das Protokoll fällt demnach auch, dass Maxwell einen Zimmergenossen oder eine Zimmergenossin in ihrer Zelle hat, dass sie hinter Gittern immer in Begleitung ist und beobachtet wird.

          Im vergangenen Sommer tötete sich der 66 Jahre alte Epstein in Haft in Manhattan. Er wartete dort auf einen Prozess wegen Sexhandels.

          Epsteins früherer Partnerin wird vorgeworfen, vor mehr als zwei Jahrzehnten Mädchen angeworben zu haben, damit Epstein diese sexuell missbrauchen konnte. Die 58-Jährige war in ihrem Haus in New Hampshire festgenommen worden. Dort hielt sie sich der Staatsanwaltschaft zufolge nach Epsteins Suizid versteckt.

          Die Staatsanwaltschaft beruft sich auf mehrere Frauen, die eigenen Angaben nach in den 1990er Jahren von Epstein missbraucht wurden. Maxwell hat alle Anschuldigungen von sich gewiesen und sie als „absoluten Blödsinn“ bezeichnet.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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