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Neue Vorwürfe : Epstein soll auch elfjährige Mädchen missbraucht haben

  • Aktualisiert am

Jeffrey Epstein: Toter Sexualstraftäter mit viel Einfluss Bild: Reuters

Eine neue Klage enthüllt weitere Details im mutmaßlichen Missbrauchssystem des verstorbenen Millionärs. Manche Mädchen sollen gerade einmal elf Jahre alt gewesen sein.

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          Neue Missbrauchsvorwürfe gegen den verstorbenen amerikanischen Millionär Jeffrey Epstein. Nach Angaben der Regierung der Amerikanischen Jungferninseln soll der Geschäftsmann junge Frauen und Mädchen, von denen manche zum Tatzeitpunkt gerade einmal elf Jahre alt gewesen sein sollen, missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Das geht aus einer Anklageschrift hervor, die die Regierung der Amerikanischen Jungferninseln am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Bloomberg erhoben hat. Mit Flugzeugen, Booten und Helikoptern habe Epstein die Frauen auf seine privaten Karibikinseln gebracht, wo er sie vergewaltigt und gefangen gehalten haben soll, heißt es in der Klage.

          Die Klage zielt auch auf Mitarbeiter Epsteins, die ihm bei der Durchführung der Verbrechen behilflich gewesen sein sollen. So wird dort ein „Pyramidensystem des Menschenhandels“ beschrieben. Die Mitarbeiter hätten minderjährige junge Frauen unter dem Vorwand einer Massage angelockt und sie dann zu sexuellen Handlungen gezwungen. Diese Opfer sollen danach gezwungen worden sein, weitere Frauen anzulocken.

          Die Taten haben sich demnach auf den Inseln Groß- und Klein-St.-James zugetragen, die zum Gebiet der Amerikanischen Jungferninseln gehören. Die Klage des in der Karibik gelegenen amerikanischen Außengebietes zielt auf die Einziehung von Vermögenswerten Epsteins, das von der Regierung auf etwa 578 Millionen Dollar geschätzt wird.

          Der amerikanische Millionär soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Nach seiner Festnahme wurde der ehemalige Investmentbanker im August 2019 tot in seiner Zelle in einem New Yorker Gefängnis gefunden. Angaben des amerikanischen Justizministeriums soll er Suizid begangen haben. Zweifel an der Theorie halten sich jedoch hartnäckig.

          Bereits 2008 wurde Epstein wegen Prostitution zu 13 Monaten Haft verurteilt worden. Der Geschäftsmann pflegte auch nach seiner ersten Verurteilung enge Verbindungen zu Politkern und Prominenten. Unter anderem soll Prinz Andrew, der Sohn der britischen Königin Elisabeth, in den von Epstein organisierten Missbrauch verwickelt sein. Der Prinz bestreitet die Vorwürfe allerdings.

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