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Epstein-Prozess : Prinz Andrew kooperiert nicht mit amerikanischer Justiz

  • Aktualisiert am

Prinz Andrew während eines Besuchs an der Georg-August-Universität Göttingen. (Archiv) Bild: dpa

Die amerikanischen Justizbehörden sind verärgert über die fehlende Unterstützung Prinz Andrews im Epstein-Prozess. Zwei Frauen werfen dem Herzog Missbrauch vor.

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          Prinz Andrew, Sohn der britischen Königin Elisabeth II. und Freund des verstorbenen New Yorker Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, hat die amerikanischen Justizbehörden verprellt. Der Bezirksstaatsanwalt in Manhattan, Geoffrey Berman, warf dem Adeligen jetzt vor, die Ermittlungen zu Epsteins mutmaßlichen Verbrechen weiterhin nicht zu unterstützten. „Er zeigt null Zusammenarbeit“, sagte Berman.

          Nach Epsteins Verhaftung im vergangenen Sommer hatte dessen angebliches Missbrauchsopfer Virginia Roberts Giuffre auch Vorwürfe gegen Prinz Andrew erhoben. Der Vater von zwei Töchtern aus der geschiedenen Ehe mit Sarah Ferguson soll die damals Siebzehnjährige im Jahr 2001 mindestens drei Mal zu sexuellen Begegnungen getroffen haben. Später ging eine weitere Amerikanerin mit Missbrauchsanschuldigungen gegen den 59-Jährigen an die Öffentlichkeit.

          Prinz Andrew wies die Vorwürfe aber zurück. Bei seinen Aufenthalten in New York im Jahr 2001 habe er sich lediglich um die Jugendhilfsorganisation „Outward Bound“ gekümmert. Epstein, mit dem der Adelige sich immer wieder in New York, London und der Karibik traf, wurde nach einer Anklage wegen Menschenhandels und Missbrauchs von Minderjährigen im vergangenen August erhängt in einer Zelle des Metropolitan Correctional Center in Manhattan gefunden. Nach Vorwürfen Dutzender Frauen versprach der amerikanische Justizminister William Barr, die Ermittlungen gegen mögliche Komplizen fortzusetzen. 

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