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Beziehungsdrama in Eislingen : Ehemann soll Frau und Liebhaber mit Messer getötet haben

  • Aktualisiert am

Spurensuche in einer Tiefgarage im baden-württembergischen Eislingen Bild: dpa

Der getrennt lebende Ehemann soll seine Frau schon länger bedroht und verfolgt haben. Die Spuren deuten auf einen erweiterten Suizid hin.

          Die Bluttat in einer Tiefgarage im baden-württembergischen Eislingen ist höchstwahrscheinlich von einem eifersüchtigen Ehemann begangen worden. In einem Auto schnitt er seiner ebenfalls 56-jährigen Ehefrau und deren 26-jährigem Partner die Kehlen durch, ehe er sich vermutlich erschoss. Am Tatort sei ein Abschiedsbrief des 56 Jahre alten Mannes gefunden worden. Dennoch müsse noch endgültig geklärt werden, wer den Schuss abgab.

          Die drei Leichen waren Donnerstagmittag in einem Auto in der Tiefgarage beim Bahnhof der Kleinstadt Eislingen (Kreis Göppingen) entdeckt worden. Dabei saß der 26-jährige Freund der Frau auf dem Fahrersitz, die 56-Jährige daneben.  „Beide hatten Schnittverletzungen an der Kehle. Auf dem Rücksitz saß der von der Frau getrennt lebende 56-jährige Ehemann mit einer Schussverletzung“, heißt es in einer Polizeimitteilung.

          Zur Klärung der Frage, wer den Schuss abgeben hat, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Zudem wird der Ehemann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm obduziert. Bei der Ehefrau handelt es sich um die örtliche FDP-Politikerin Cornelia Jehle. Sie sei Schatzmeisterin im FDP-Kreisverband Göppingen gewesen, erklärte dessen Vorsitzender Armin Mathias Koch. „Wir sind alle noch geschockt, sie war ein geschätztes Mitglied bei uns“, sagte Koch. „Frau Jehle war im Ortsverband auch als stellvertretende Vorsitzende aktiv und sie hat auch den Wahlkampf des FDP-Bundestagskandidaten Hans-Peter Semmler mit geleitet.“

          Nach Informationen der „Südwest Presse“ hatte der Ehemann seine Frau, die sich von ihm wegen des 30 Jahre jüngeren Mannes getrennt haben soll, schon seit längerer Zeit verfolgt und bedroht. Mehrfach soll er gegen Auflagen verstoßen haben, sich von der Frau fernzuhalten.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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