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Mitten in der Nacht : Einbruch in den Kölner Dom

Touristen stehen am Montag vor dem Eingang zum Turm des Kölner Doms, der wegen des Einbruchs geschlossen ist. Bild: dpa

Zwei Unbekannte sind in den Kölner Dom eingebrochen. Sie brachen Schränke auf, um relativ wertlose Gegenstände zu stehlen. Ihre Motive liegen im Dunkeln.

          In den Kölner Dom ist in der Nacht zum Montag ein Einbruch verübt worden. Zwei unbekannte Männer brachen nach ersten Erkenntnissen der Polizei an einem Seiteneingang eine Glastür auf, durch die Besucher zur Turmbesteigung gelangen. Über die Treppe im Südturm stiegen die Täter offenbar bis zum Glockenstuhl hinauf und verschafften sich durch eine Verbindungstür Zugang zum Dachstuhl.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          In den dort gelegenen Werkstätten der Dombauhütte sollen sie ein halbes Dutzend Metallschränke aufgehebelt und Werkzeuge entwendet haben, wie Markus Frädrich, der Medienreferent des Doms, berichtete. Noch seien viele Fragen offen. Die Motive der Täter lägen im Dunkeln.

          Die erzbischöfliche Gruft blieb unangetastet

          Der Innenraum der Kathedrale war laut Polizei nicht von dem Einbruch betroffen. Erst am Samstag hatte der Kölner Dom im Blickpunkt der Öffentlichkeit gestanden. In einer feierlichen Zeremonie war der im Alter von 83 Jahren verstorbene Kardinal Joachim Meisner beigesetzt worden. Am Ende der Trauerfeier wurde sein Sarg in die Gruft der Kölner Erzbischöfe hinabgelassen. Die erzbischöfliche Gruft sei unangetastet und nicht von dem Einbruch berührt, sagte Frädrich.

          Der Dom ist das Wahrzeichen Kölns (Archivbild). Die Einbrecher werden noch gesucht.

          Gegen 2.30 Uhr am Montag hatte ein Sicherheitsdienst nach einem Alarm die Polizei verständigt. Die Beamten rückten mit mehreren Streifenwagen an und durchsuchten den Dom mit Spürhunden.

          Am Montag wurden Spuren gesichert und Aufnahmen einer Überwachungskamera ausgewertet, die zwei männliche Personen zeigen. Wegen der Reparatur der Glastür und der polizeilichen Ermittlungen konnten zunächst keine Dombesteigungen stattfinden.

          Zuletzt war im Juni des vergangenen Jahres eine Reliquie mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. aus dem Dom gestohlen worden.

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