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Zu heißes Bad : 82 Jahre alter Heimbewohner stirbt nach Verbrühungen

  • Aktualisiert am

Werden meine Eltern im Heim gut versorgt? Diese Frage stellen sich wohl viele Angehörige. (Archivbild) Bild: dpa

Der demente 82-Jährige war bei einem Bad in seinem Pflegeheim schwer verbrüht worden. Der Vorwurf gegen den verantwortlichen Pfleger lautete bislang auf fahrlässige Körperverletzung.

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          Ein 82 Jahre alter Mann, der beim Baden in einer Pflegeeinrichtung verbrüht wurde, ist tot. Er starb am Montag in einer Spezialklinik, wie ein Polizeisprecher in Dessau-Roßlau sagte. Zunächst hatte der Mitteldeutsche Rundfunk darüber berichtet. Der Rentner lag seit knapp einer Woche in der Klinik. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit weiter gegen einen 20 Jahre alten Mitarbeiter der Einrichtung. Er soll den Mann zu heiß gebadet haben.

          Der Mann war am Dienstag mit großflächigen Verbrühungen am Körper in eine Spezialklinik gebracht worden, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

          Vor zwei Jahren war in Sachsen-Anhalt ein 79 Jahre alter Bewohner in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Mansfeld-Südharz beim Baden in viel zu heißem Wasser verbrüht worden. Der Mann starb einige Tage später an seinen schweren Verletzungen. Eine Pflegerin wurde vom Amtsgericht Sangerhausen zu einer Bewährungsstrafe und zur Zahlung von 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Frau wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen angeklagt.

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