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Eifersuchtsdrama : War Flug ins All zuviel für Lisa Nowak?

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Shana Dale, Vize-Chefin der Nasa: Psychologische Nachsorge verbessern Bild: AP

Wie kann eine ausgebildete Astronautin zur Hauptperson in einem Eifersuchtsdrama werden? Dass auch ihre Bediensteten menschliche Probleme haben, will die Nasa oft nicht wahr hahen. Nun überprüft sie ihre psychologischen Tests.

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          Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa überarbeitet angesichts des Skandals um die wegen versuchten Mordes an einer vermeintlichen Nebenbuhlerin angeklagte Astronautin Lisa Nowak ihre psychologischen Tests. Man werde überprüfen, ob die psychologische Nachsorge für Astronauten, besonders nach der Rückkehr von einer Mission im All, ausreiche, sagte ein Sprecher der Nasa.

          Die stellvertretende Leiterin der Nasa, Shana Dale, bekräftigte zwar, dass alle Astronauten „außerordentlich leistungsfähig“ seien; man müsse aber alles tun, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Die erste Befragung von Mitarbeitern der nach ihrer Festnahme in Orlando in Florida wieder auf freien Fuß gesetzten Nowak hätte keine Hinweise auf auffälliges Verhalten der seit kurzem von ihrem Ehemann getrennt lebenden dreifachen Mutter ergeben.

          Wichtigstes Thema in den Medien

          Die Dreiecksaffäre um die 43 Jahre alte Astronautin Nowak, deren 30 Jahre alte mutmaßliche Nebenbuhlerin Colleen Shipman und den offenbar von beiden Frauen umworbenen 41 Jahre alten Raumfährenpiloten William Oefelein wird von amerikanischen Medien derzeit als Hauptskandal behandelt. Die Berichterstattung reicht von Stellungnahmen namhafter Psychologen über die Live-Übertragung der Vorführung Nowaks vor dem Haftrichter bis zu schlüpfrigen Schlagzeilen der Boulevardpresse und den Witzeleien der Talkshows am späten Abend.

          Verfolgt von Fernsehkameras: Lisa Nowak versteckt sich unter ihrer Jacke

          Die von ehemaligen Mitschülern als ehrgeizig und zielstrebig beschriebene Nowak war im vergangenen Juli erstmals mit der Raumfähre „Discovery“ zur Internationalen Weltraumstation ISS geflogen. Am vergangenen Montag wurde sie festgenommen, weil sie nach einer 1500 Kilometer langen Autofahrt von Houston nach Orlando auf dem Parkplatz des dortigen Flughafens Colleen Shipman aufgelauert und ihr eine Chemikalie ins Gesicht gesprüht hatte. Nowaks Anwalt argumentierte, seine Mandantin habe Shipman nur zur Rede stellen wollen; der Vorwurf der geplanten Körperverletzung oder gar des Mordes sei haltlos.

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