https://www.faz.net/-gum-98kmw

Macheten und Eisenstangen : Polizei verhindert Straßenschlacht in Duisburg

  • Aktualisiert am

Mit Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcken und einem Staubsaugerrohr wollten Dutzende Kontrahenten in Duisburg aufeinander losgehen. Die Polizei setzte Reizgas ein.

          1 Min.

          Dutzende Kontrahenten trafen mit Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcken und einem Staubsaugerrohr aufeinander: In Duisburg haben Polizisten eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen verhindert. Es waren den Angaben zufolge etwa 20 bis 30 Personen auf jeder Seite.

          Polizisten, die auch beleidigt und mit Gegenständen beworfen wurden, setzten unter anderem Reizgas ein, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen mitteilte. „Die Beamten bekamen die Lage in Griff, bevor sie eskalierte“, fügte er hinzu. Auf einem Video der „Duisburger Nachrichten“ ist zu sehen, wie die Polizisten auf dem Altmarkt in Duisburg Hamborn vorrücken. Alarmiert wurden sie vorher von Anwohnern, als es gegen 20 Uhr die ersten „Scharmützel“ auf dem Platz gab.

          50 Menschen wurden schließlich festgenommen. Nach der Feststellung der Personalien seien 30 wieder auf freien Fuß gekommen. Die anderen seien noch im Polizeigewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Worum es bei dem Streit am Dienstagabend ging, wollte keiner der Beteiligten der Polizei sagen.

          Spekulationen, dass die Streitereien politische Hintergründe haben könnten – beispielsweise zwischen Kurden und Türken –  wies eine Polizeisprecherin zurück: „Dann wären wahrscheinlich Fahnen geschwenkt und Parolen gerufen worden. Aber das ist nicht passiert. Das einzige, was wir gehört haben, ist ,Hurensohn' und ,Verpiss dich'.“

          Zur Frage, welche Nationalitäten die Verdächtigen haben, sagte sie: „Das ist ein Querschnitt der Bevölkerung von Duisburg. Manche haben nur einen deutschen Pass, andere haben einen Migrationshintergrund, andere sind staatenlos. Da ist alles dabei.“ Eines hätten alle Beteiligten aber gemeinsam: „Mit uns reden will niemand.“

          Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft. „Wir gehen davon aus, dass man sich da noch mal gezielt getroffen hat, um irgendwas auszutragen“, sagte die Polizeisprecherin.

          Weitere Themen

          Verdacht gegen Schwedin fallengelassen

          Sohn nicht eingesperrt : Verdacht gegen Schwedin fallengelassen

          Der Verdacht gegen eine Schwedin, ihren Sohn 28 Jahre lang isoliert zu haben, hat sich nicht erhärtet. Der 41 Jahre alte Mann war am Sonntag von seiner Schwester in einer völlig verwahrlosten Wohnung gefunden worden.

          Topmeldungen

          Ein Bewohner eines Seniorenheims in seinem Zimmer (Symbolbild)

          Schulen und Pflegeheime : Ein Gefühl von Wut und Ärger

          Seit Wochen wird über den Corona-Alltag in Schulen gestritten, aber kaum über die Zustände in Pflegeheimen. Sollte es nicht umgekehrt sein? So verpasst man, was dringend nötig ist: eine Langzeitstrategie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.