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Hehlerware Hochzeitsroben : Wie 400 Brautkleider verschwanden – und wieder auftauchten

Brauchte mehrere Stunden, um die sichergestellten Kleider zu sichten: Jenna Walter in ihrem Geschäft. Bild: Finger, Stefan

Geklaut wird alles, was nicht niet- und nagelfest ist. In Düsseldorf ist die Polizei einer gut organisierten Bande auf die Spur gekommen. Die Hehlerware: Hochzeitsroben.

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          Wie im Märchen kam sich Jenna Walter vor: Beinahe alle ihre schönen Kleider waren plötzlich wieder da! „Ich hatte längst damit abgeschlossen. Man kennt schließlich die miserable Aufklärungsquote bei Einbrüchen.“ Doch dann bekam Walter am 17. Februar diesen „sensationellen Anruf“ eines Kriminalbeamten: „Wir konnten einen großen Teil Ihrer Kleider sicherstellen und mehrere Tatverdächtige festnehmen. Am besten, Sie kommen gleich, die Staatsanwaltschaft hat schon alles freigegeben.“

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Vor sieben Monaten, an Fronleichnam oder an einem der Wochenendtage danach, waren Diebe in Walters schickes Brautmodengeschäft „Brautblüte“ in der Düsseldorfer Stresemannstraße eingebrochen. Mit vollen Armen müssen sie die Roben in einen Transporter geschafft haben. Als eine Verkäuferin am Montag nach Fronleichnam den Laden öffnete, stand sie geschockt vor langen Reihen leerer Kleiderstangen. Rund 400 der zwischen 1300 und 4000 Euro teuren Stücke fehlten. Besonders schlimm: Bei 90 davon handelte es sich um Kundenkleider, also um Roben, die eigens für Bräute angefertigt worden waren.

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