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Düsseldorf : Prozess um vergewaltigte Ukrainerin beginnt

  • -Aktualisiert am

Die beiden Angeklagten warten mit ihren Anwälten im Gerichtssaal des Landgerichtes auf ihren Prozess. Bild: dpa

Anfang März sollen zwei Männer kurz nacheinander eine aus der Ukraine geflüchtete Frau vergewaltigt haben. Am Düsseldorfer Landgericht hat nun der Prozess gegen die beiden begonnen.

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          Vor dem Landgericht Düsseldorf hat am Mittwoch der Prozess gegen zwei 26 und 38 Jahre alte Männer begonnen, die Anfang März auf einem Hotelschiff in Düsseldorf eine 18 Jahre alte Ukrainerin vergewaltigt haben sollen. Alle drei waren nach dem russischen Überfall auf die Ukraine über Polen nach Deutschland geflohen. Die beiden Angeklagten waren als Studenten in der Ukraine. Das mutmaßliche Opfer konnte am Mittwoch nicht wie geplant ihre Zeugenaus­sage machen, da sie sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Die beiden Tatverdächtigen be­streiten die Vorwürfe und schwiegen zum Prozessauftakt. Der Vorsitzende Richter erläuterte den Angeklagten, dass sich Geständnisse zwar erheblich strafmildernd auswirken würden, Bewährungsstrafen aber nicht in Betracht kämen.

          Notsituation schamlos ausgenutzt

          Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler sollen die beiden Männer kurz nacheinander, aber nicht ab­gesprochen über die junge Frau hergefallen sein. Am frühen Abend des 6. März vergewaltigte demnach zunächst der jüngere Mann die Ukrainerin in einem Zimmer des Hotelschiffs „Oscar Wilde“, auf dem neben Touristen auch mehrere Flüchtlinge untergebracht waren.

          Unmittelbar nach der Tat soll sich die schockierte und aufgewühlte Frau dem Achtunddreißigjährigen an­­vertraut haben, der sie unter dem Vorwand, sie zu beschützen, in sein Zimmer gelockt haben soll. Dort soll es zum zweiten sexuellen Übergriff gekommen sein. Beide Männer wa­ren noch am selben Abend fest­ge­nommen worden.

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