https://www.faz.net/-gum-8bygs

Drogenkriminalität in Mexiko : Bürgermeisterin kurz nach Amtsantritt erschossen

  • Aktualisiert am

Gisela Mota bei ihrer Vereidigung Bild: Reuters

Die mexikanische Mitte-links-Politikerin Gisela Mota hatte angekündigt, als Bürgermeisterin gegen organisierte Kriminalität zu kämpfen. Dafür bezahlte sie mit dem Leben.

          Nach nicht einmal 24 Stunden im Amt ist die Bügermeisterin der zentralmexikanischen Stadt Temixco ermordet worden. Mehrere Bewaffnete seien am Samstag in das Zuhause von Gisela Mota eingedrungen und hätten die 33-jährige Kommunalpolitikerin erschossen, teilte die Polizei mit.

          „Das ist eine Kampfansage des Verbrechens. Wir werden uns nicht geschlagen geben“, schrieb der Gouverneur des betreffenden Bundesstaates Morelos, Graco Ramírez, auf Twitter. Die Polizei tötete zwei der mutmaßlichen Täter und nahm zwei weitere Verdächtige fest, wie die Zeitung „El Universal“ berichtete.

          Das rund 90 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernte Temixco leidet besonders stark unter der Macht des organisierten Verbrechens und unter dem Drogenhandel. Die Mitte-links-Politikerin Mota hatte angekündigt, als Bürgermeisterin gegen diese Plage zu kämpfen. Morelos südlich von Mexiko-Stadt ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos.

          Zuletzt zog die örtliche Regierung Polizisten und Ausrüstung aus der nahe Temixco gelegenen Großstadt Cuernavaca ab, weil der neue Bürgermeister Cuauhtémoc Blanco einem Abkommen über eine gemeinsame Sicherheitsstrategie nicht zugestimmt hat. „Sie lassen uns nackt dastehen“, sagte der ehemalige Fußballstar.

          Weitere Themen

          See-Roller statt E-Roller

          Krimineller Trend in Marseille : See-Roller statt E-Roller

          Elektro-Roller sind nicht jedermanns Liebling: Jan Böhmermann witzelte kürzlich, man solle die Dinger einfach in die Spree werfen. In Marseille ist das längst kein Witz mehr – Jugendliche versenken dort seit Wochen Roller im Meer.

          Ihm sei es nicht um Sex gegangen

          Mörder von Sophia L. : Ihm sei es nicht um Sex gegangen

          Seit Dienstag muss sich der mutmaßliche Mörder der Studentin Sophia L. vor dem Landgericht Bayreuth verantworten. Vor über einem Jahr hatte er die 28-Jährige in seinem Fahrzeug getötet. Sein Motiv für die Tat bleibt unklar.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.