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Drogenkrieg : Zahl der Morde in Mexiko so hoch wie noch nie

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Eine Frau protestiert gegen den Mord am Journalisten Javier Valdez - einer von mehr als 23.000 Toten in Mexiko 2017, die auf das Konto der Drogenkartelle gehen. Bild: AFP

Mehr als 23.000 Menschenleben hat der Drogenkrieg in Mexiko in den ersten elf Monaten von 2017 gefordert. Das ist so viel wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren.

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          Die Gewalt der Drogenkartelle hat die Zahl der Morde in Mexiko auf einen neuen Höchststand getrieben: 23.101 Menschen wurden alleine in den ersten elf Monaten 2017 getötet, wie die mexikanischen Behörden am Freitag mitteilten.

          Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren. Alleine im November wurden 2212 Morde gemeldet, während im Oktober die Rekordzahl von 2380 Opfern verzeichnet wurde. Bislang galt 2011 als das gewaltsamste Jahr in der jüngeren Geschichte des Landes. Damals wurden laut offizieller Statistik 22.409 Morde verübt.

          Mexiko leidet seit Jahren unter einem extrem gewalttätigen Drogenkrieg. Im Jahr 2006 startete die Regierung einen Feldzug gegen die Drogenkartelle des Landes, seitdem nahm die Gewalt weiter zu. In den vergangenen Monaten weitete sich der Kampf der rivalisierenden Banden auf Bundesstaaten aus, die von dem Drogenkrieg bislang weitgehend verschont wurden. So hat sich die Zahl der Morde in dem bei Touristen beliebten Staat Baja California Sur etwa mehr als verdoppelt.

          Die Zahl ist ein Rückschlag für Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto. Der Staatschef hatte bei seinem Amtsantritt im Dezember 2012 angekündigt, die Ordnung in Mexiko wiederherzustellen, wo seit 2007 mehr als 100.000 Menschen von Drogenhändler-Banden getötet wurden.

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