https://www.faz.net/-gum-9zgnz

Bilanz 2019 : Drogen für 61 Millionen am Frankfurter Flughafen gefunden

  • Aktualisiert am

Den Drogen auf der Spur: „Vigu“ schnüffelt an den Koffern einer Maschine aus Brasilien nach verdächtigen Inhalten. Bild: Helmut Fricke

Immer wieder versuchen Drogenschmuggler ihre Ware durch die Kontrollen des Frankfurter Flughafens zu bringen. Doch das Hauptzollamt ist wachsam und hat nun eine Bilanz des vergangenen Jahres veröffentlicht.

          1 Min.

          Am Frankfurter Flughafen sind im vergangenen Jahr Drogen mit einem Schwarzmarktwert von rund 61 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen worden. Wie aus der am Freitag veröffentlichten Jahresbilanz des Hauptzollamts Frankfurt hervorgeht, wurden 2019 insgesamt 7280 Kilogramm Rauschgift sichergestellt. Das sind rund 250 Kilogramm mehr als im Jahr 2018, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Während die beschlagnahmte Menge an Haschisch und Marihuana gegenüber dem Vorjahr um 88 Prozent deutlich zunahm, ging die an Heroin um 48 Prozent zurück.

          Im Jahr 2019 gingen den Beamten an Deutschlands größtem Airport außerdem knapp 3400 verbotene Waffen ins Netz, darunter allein 70 Schusswaffen. Gefunden wurden in den Fracht- und Postsendungen auch mehr als 205.000 nachgemachte Markenprodukte in einem Wert von rund 40 Millionen Euro. 60 Prozent der Plagiate stammten dabei aus China. Beschlagnahmt wurden fast 52.000 artengeschützte Tiere, darunter 7700 lebendige. Nach Angaben der Sprecherin lassen sich aus den Zahlen keine Trends ableiten, da einzelne Großfunde die Statistik spürbar verschieben.

          Durch die Erhebung von Steuern und Zöllen nahm das Hauptzollamt Frankfurt rund 6,34 Milliarden Euro ein. Darunter fallen etwa rund 4,7 Milliarden Euro Einfuhrumsatzsteuer, 763 Millionen Euro Luftverkehrsteuer und 198 Millionen Euro Zoll. Die Gesamteinnahmen der Dienststelle machen den Angaben zufolge 4,5 Prozent der bundesweiten Einnahmen des Zolls aus.

          Weitere Themen

          Kirchenreform im Corona-Modus

          Synodale Weg : Kirchenreform im Corona-Modus

          Eigentlich sollte der „Synodale Weg“ Anfang September in Frankfurt weitergehen. Doch die Pandemie verzögert den katholischen Reformprozess. Die Organisatoren wollen anders weitermachen.

          Wo einmal Müllwagen rollen sollten

          FAZ Plus Artikel: Grube Messel : Wo einmal Müllwagen rollen sollten

          48 Millionen Jahre zurück in die Zeit von kleinen Urpferden und großen Krokodilen: Die weltweit einmalige Fossilienfundstätte Messel hält jede Menge Überraschungen bereit – wie einen fossilen Joschka Fischer.

          Topmeldungen

          Mehr als 100 Tote in Beirut : Krankenhäuser müssen Verletzte abweisen

          Nach der Explosion im Hafen von Beirut mit mehr als 100 Toten und tausenden Verletzten sind die Helfer überfordert. „Die Verantwortlichen werden den Preis bezahlen“, verspricht Ministerpräsident Diab. Viele glauben ihm nicht.
          Nicht alle Jugendliche halten Ausschau nach einer ernsten Beziehung, auch eine Freundschaft plus ist für viele eine Alternative.

          Sex ohne Beziehung : Warum „Freundschaft plus“ oft schiefgeht

          Man mag sich, man hat Sex, man will keine Beziehung. Die Psychotherapeutin Harriet Salbach erklärt, warum „Freundschaft plus“ bei Jugendlichen so beliebt ist – und für viele dann doch nicht das Richtige.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.