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Grünes Gewölbe in Dresden : Mehr als 500 Hinweise zum Juwelenraub

  • -Aktualisiert am

Die Polizei stellte am Montag den Überfall auf das Juwelenzimmer nach. (Archivbild) Bild: dpa

Zahlreiche Hinweise sind seit dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden eingegangen, doch zu den Tätern führte bislang keiner. Wissenschaftler sollen nun die Bildqualität der Überwachungsvideos verbessern.

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          Mehr als eine Woche nach dem Diebstahl wesentlicher Teile dreier Juwelengarnituren aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden hat die Polizei noch keine entscheidenden Hinweise auf die Täter. Am Montag stellten die Ermittler zur gleichen Uhrzeit, zu der eine Woche zuvor im Residenzschloss eingebrochen worden war, die Tat nach. Dabei seien die Abläufe in der Sicherheitszentrale überprüft worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Kritik hatte es vor allem am privaten Sicherheitsdienst gegeben, dessen Mitarbeiter die Täter zwar auf dem Bildschirm gesehen, aber nicht direkt eingegriffen, sondern über Notruf die Polizei verständigt hatten. Die Beamten verfehlten die Täter um wenige Minuten.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Die Videos der Überwachungskameras sollen nun von Wissenschaftlern der Hochschule Mittweida analysiert und die Bildqualität verbessert werden, um neue Ermittlungsansätze zu gewinnen. Bisher seien bei der Polizei mehr als 500 Hinweise zu dem Verbrechen eingegangen, gut ein Fünftel davon über ein extra geschaltetes Internetportal. Unterdessen teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit, dass die von den Tätern dagelassenen, aber zum Teil zertrampelten und mit Pulver beschädigten Pretiosen, darunter die Perlenkette der Königinnen aus 177 sächsischen Flussperlen, rückstandslos gereinigt und restauriert werden könnten.

          Insgesamt hatten die Täter rund zwei Dutzend von rund 100 Teilen der im Historischen Grünen Gewölbe gezeigten Garnituren, die aus dem 18. Jahrhundert stammen, erbeutet und den Rest mit einem weißen Pulver besprüht, offenbar um Spuren zu verwischen. Das Museum ist derzeit geschlossen, soll aber nach Aufräumarbeiten und Überprüfung des Sicherheitskonzepts „zeitnah“ wieder öffnen.

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