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Dominikanische Republik : Deutscher stirbt bei Feuergefecht

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Der Ferienort Sosúa in der Dominikanischen Republik Bild: dpa

Bei einer Schießerei mit der Polizei in der Dominikanischen Republik ist ein Deutscher getötet worden, zwei weitere wurden festgenommen. Bei der Gruppe handelte es sich um eine jahrelang beobachtete spirituelle Vereinigung.

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          Ein Großaufgebot von dominikanischen Polizisten, Vertretern der Justizbehörde und Interpol war am Mittwoch gegen 9 Uhr Ortszeit zu dem Haus der Deutschen im Touristenort Sosúa gekommen, um es nach illegalen Waffen zu durchsuchen. Die beiden Männer und eine Frau hätten daraufhin aus dem Inneren ihrer Wohnung das Feuer auf die Beamten eröffnet, erklärte Polizeisprecher Diego Pesqueira. Bei dem fast einstündigen Feuergefecht seien auch drei Polizisten verletzt worden.

          Der getötete Deutsche Peter D. trug den Angaben zufolge eine kugelsichere Weste, starb aber an seinen Schusswunden, während er medizinisch versorgt wurde. Zuvor hatte er mit einer großkalibrigen Waffe auf die Polizisten geschossen. Woher er stammt, gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

          Einer der Festgenommenen ist ein 61 Jahre alter Mann aus Rheinland-Pfalz, der seit mehreren Jahren in der Dominikanischen Republik lebt und dort als Immobilienmakler und Leiter von spirituellen Seminaren der Gruppe „Akademie für zukünftige Gesundheit“ tätig war – die stellte ihrer Website zufolge die Arbeit im Mai 2012 offenbar ein. „Unser Werk ist getan, nun darf jeder ernten, was er im Leben gesät hat“, steht auf der Seite. Unter anderem verbreitete die Gruppe Verschwörungstheorien und sah eine „Vervollkommnung“ der Erde nahen, wie aus der Seite hervorgeht. Die Gruppe stand bereits seit mehreren Jahren unter Beobachtung.

          In der Wohnung in Sosúa, rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo, wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa  M-16-Gewehre, Maschinenpistolen und Handfeuerwaffen, schusssichere Waffen und gepanzerte Wagen gefunden.

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