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Zentrales Beweismittel fehlt : Die Taktik der Ermittler im Fall Maddie

In diesem Haus in Portugal soll Christian B. gelebt haben. Bild: dpa

Die Beweislage gegen Christian B. ist dünn. Ziel der Ermittler ist es, Zeit zu gewinnen und mögliche weitere Vorwürfe zu erkennen. So soll er notfalls auch ohne handfeste Beweise im Fall Maddie dauerhaft ins Gefängnis gebracht werden.

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          Trotz aufwendiger Ermittlungen ist die Beweislage gegen Christian B. dünn. Die Ermittlungen im Fall Maddie stünden längst nicht vor dem Abschluss, heißt es aus Justizkreisen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig teilt dazu mit, der bisherige „Verdachtsgrad“ gegen den Mann liege „unterhalb des hinreichenden Tatverdachts“.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Sebastian Eder

          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          David Klaubert

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte am Mittwoch darüber informiert, dass sich der Verdächtige zum Zeitpunkt des Verschwindens Maddies am 3. Mai 2007 in der Nähe des Tatorts aufgehalten habe, wie man durch eine Funkzellenabfrage wisse. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigt auch, dass man weitere Anhaltspunkte für seine Täterschaft habe, die noch nicht veröffentlicht sind. Es sei aber denkbar, dass die Ermittlungen ergebnislos eingestellt werden müssen. „Was wir jetzt haben, reicht noch nicht aus, um eine Anklage zu erheben“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

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