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Bericht des Innenministeriums : „Massive Aufrüstung“ bei Rechtsextremen

  • Aktualisiert am

Sichergestellte Waffen und ein Schild der kriminellen Neonazi-Gruppe „Combat 18“ liegen im schleswig-holsteinischen Landeskriminalamt Bild: dpa

Die Polizei stößt immer häufiger auf Waffen bei Ermittlungen in der rechten Szene. Um rund 60 Prozent stieg die Zahl der Funde innerhalb eines Jahres.

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          Bei Ermittlungen im Zusammenhang mit rechtsmotivierten Straftaten ist die Polizei 2018 auf 1091 Waffen gestoßen – das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor. 2017 hatten die Ermittler 676 Waffen sicherstellen können, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Die Zahlen lagen dem ARD-Hauptstadtstudio zuerst vor.

          Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich dabei unter anderem um Faustfeuerwaffen, Langwaffen, Kriegswaffen, Pyrotechnik, Hieb- und Stichwaffen. Die Waffen seien im Zusammenhang mit 563 Straftaten – darunter 235 Gewaltdelikte – festgestellt worden. Ein Jahr zuvor waren es 676 Waffen bei exakt der gleichen Anzahl an Straftaten.

          Rechtsextremismus-Fachmann Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, IDZ, sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, das sei „erschreckend und alarmierend“. Er sprach von einer „massiven Aufrüstung und Bewaffnung der rechtsradikalen Szene“, die sich auf militante Angriffe auf Minderheiten, politische Gegner und Repräsentanten des Staates vorbereite. „Ihr Ziel ist die Einschüchterung der Gesellschaft und Vertreibung von Menschengruppen. Teile der Szene wollen sogar einen Bürgerkrieg“, sagte Quent.

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