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Wohl erweiterter Suizid : Zwei Tote nach Schüssen in Darmstadt aufgefunden

  • Aktualisiert am

Einsatz: Die Polizei sperrte den Tatort in Darmstadt mit Flatterband ab und sorgte für Sichtschutz gegen allzu neugierige Blicke Bild: dpa

Von Schüssen und einem brennenden Auto hatten Zeugen am Morgen der Polizei Darmstadt berichtet. In der Nähe des Hauptbahnhofs fanden Polizisten zwei Leichen.

          Neben einem Mehrfamilienhaus in Darmstadt sind am Mittwochmorgen zwei Tote mit Schussverletzungen gefunden worden. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einem Tötungsdelikt und einem Suizid aus, wie Sprecher Bernd Hochstädter sagte. Anwohner hatten kurz vor 7.00 Uhr mehrere Schüsse in der Wohnsiedlung gemeldet. Als eine Streife eintraf, entdeckte sie ein brennendes Auto mit Darmstädter Kennzeichen.

          Die Leiche eines Mannes wurde in dem Wagen, die Leiche einer Frau neben dem Auto gefunden. Die Identität der beiden Toten „mittleren Alters“ war zunächst jedoch unklar, auch, ob sie in dem Haus gewohnt haben und in welcher Beziehung sie zueinander standen.

          Die Polizei stellte am Tatort eine Pistole sicher, vermutlich die Tatwaffe, wie Hochstädter sagte. Das Fahrzeug war auf einem Parkplatz zwischen zwei dreistöckigen Mehrfamilienhäusern abgestellt.

          Hubschrauber im Einsatz

          Die Polizei sperrte die Straßen um den Tatort weiträumig ab. Es kam in der gesamten Innenstadt im Berufsverkehr zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Beamte durchsuchten die Häuser und den Hof auf Spuren und befragten Anwohner. Die Staatsanwaltschaft machte sich ebenfalls ein Bild vor Ort. Ein Hubschrauber sollte Luftaufnahmen von dem Tatort und seiner Umgebung machen. Eine Fahndung wurde nicht eingeleitet.

          Erschwert wird die Suche nach Spuren durch die Löschmittel rund um den Tatort, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Nähere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion der beiden Leiche, die möglichst bald vorgenommen werden sollte.


          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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