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Mehr als zwei Jahre Haft : Chat-Administrator im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach verurteilt

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Im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist der Administrator einer Pädophilen-Chatgruppe zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. (Symbolbild) Bild: dpa

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist der Administrator einer Pädophilen-Chatgruppe zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht wertete seine Hilfe bei den Ermittlungen strafmildernd.

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          Im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist der Administrator einer Pädophilen-Chatgruppe zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Köln fällte die Entscheidung am Montag. Der 38-Jährige aus dem Schwarzwald hatte im Dezember 2018 eine Chatgruppe mit dem Namen „Freunde von...“ auf einem anonymen Messengerdienst eingerichtet und bis Mai 2020 administriert. Die Verurteilung erging, weil er auf diese Weise anderen Kinderpornografie verschafft hatte. Auch wegen des Besitzes von rund 2400 kinderpornografischen Bilddateien wurde er verurteilt.

          Laut Urteil hatte die Chatgruppe, die zeitweise 76 Mitglieder zählte, dem „Austausch von kinderpornografischen Bildern und dem Erfahrungsaustausch über aktive Missbrauchshandlungen“ gedient. Unter den Teilnehmern befanden sich mehrere Männer, die im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach bereits verurteilt wurden. Einer davon war Jörg L., der als eine zentrale Figur in dem Geflecht gilt. Eine Durchsuchung in seinem Haus in Bergisch Gladbach hatte die Ermittlungen in dem Komplex ins Rollen gebracht.

          Das Gericht wertete die Hilfe des nicht vorbestraften Deutschen bei den Ermittlungen strafmildernd. So habe der 38-Jährige den Ermittlern nach seiner kurzzeitigen Festnahme im Mai 2020 Zugriff auf den Admin-Account der Chatgruppe gegeben. Täter hätten so identifiziert und mehrere Missbrauchsopfer „gerettet“ werden können, sagte der Vorsitzende. Der Mann hatte sich vor Gericht zudem geständig gezeigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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