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Arafat Abou-Chaker trifft im August zu einem Verhandlungstermin im Gericht ein. Bild: EPA

Bushidos Frau über Abou-Chaker : Es war „eine völlige Überwachung“

Anna-Maria Ferchichi, Bushidos Frau, spricht vor Gericht über die Methoden von Arafat Abou-Chaker. Anhand zahlreicher Geschichten zeichnet sie das Bild einer Beziehung, in der der Berliner Clanchef alles bestimmt haben soll.

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          Anna-Maria Ferchichi kann viele Geschichten aus der Zeit mit Arafat Abou-Chaker und ihrem Mann erzählen. Eine spielt in einem Autohaus: Sie und Abou-Chaker sollten einen Mercedes bekommen. So wie der damalige Manager ihres Manns hätte sie ihren gerne in der AMG-Version gehabt, sagt sie. Abou-Chaker habe ihrem Mann gegenüber aber darauf bestanden, dass das nicht nötig sei. Am Ende habe sie einen normalen Diesel bekommen. Mit dieser Anekdote wollte Anna-Maria Ferchichi bei ihrer ersten Aussage im Prozess gegen Abou-Chaker deutlich machen, wie die Macht in der Beziehung zwischen ihrem Mann, dem Rapper Bushido, und dem Berliner Clanchef verteilt gewesen sei: „Arafat hat alles bestimmt, mein Mann hatte nichts zu melden.“

          Sebastian Eder
          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Abou-Chaker werden vor dem Berliner Landgericht Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er soll es nicht akzeptiert haben, dass sich Bushido von ihm geschäftlich trennen wollte. Der 42 Jahre alte Rapper hat in dem Prozess schon an 25 Tagen ausgesagt, seine 39 Jahre alte Frau spielte demnach in dem Konflikt eine entscheidende Rolle: „Sie ist der Grund, warum ich irgendwann meinen Scheiß-Mut zusammengenommen habe.“

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