https://www.faz.net/-gum-9ovu8

Großeinsatz der Bundespolizei : Dutzende Festnahmen bei Razzia gegen Scheinehen

  • Aktualisiert am

Scheinehen für die Aufenthaltsgenehmigung: Es laufen Verfahren gegen 60 Beschuldigte. Bild: dpa

In vier Bundesländern geht die Polizei gegen bandenmäßige Scheinehen vor. Der Schwerpunkt liegt im Großraum Leipzig.

          1 Min.

          Mit mehr als 500 Beamten ist die Bundespolizei gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen. Schwerpunkt der Ermittlungen sei der Großraum Leipzig, sagte ein Sprecher der Behörde in Leipzig. Insgesamt seien in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern 38 Objekte im Visier. 29 davon befinden sich in und um Leipzig. Den Angaben zufolge laufen die Verfahren gegen 60 Beschuldigte. Etwa 30 Menschen seien bisher festgenommen worden, hieß es am Vormittag.

          Die hauptsächlich pakistanischen oder indischen Staatsangehörigen sollen nach Osteuropa und Zypern eingereist und dort mit Frauen verheiratet worden sein, um anschließend als Ehepartner in Deutschland eine EU-Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dabei seien auch Arbeits- und Meldebescheinigungen gefälscht worden.

          Zwischen 15.000 und 22.000 Euro sollen für die Vermittlungen geflossen sein, so der Polizeisprecher. Demnach haben die Ermittler vor allem zwei Hauptbeschuldigte im Visier. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig laufen seit 2017. Erste Hinweise habe es aus dem Ausland gegeben. Deswegen arbeitete die Bundespolizei in diesem Fall auch mit Europol zusammen.

          Weitere Themen

          EU wirbt für Kampf gegen Desinformation

          Corona-Krise : EU wirbt für Kampf gegen Desinformation

          Akkurate und transparente Informationen seien sehr wichtig, sagt der EU-Außenbeauftragte Borrell. In einem Gespräch mit dem amerikanischen Außenminister bat er um striktes Vorgehen gegen Falschnachrichten.

          Topmeldungen

          Keine Länderspiele, kein DFB-Pokal – keine Einnahmen: Auch der reichste Verband muss da neu rechnen.

          Geldnot beim DFB? : Das Füllhorn versiegt

          Der Deutsche Fußball-Bund durfte stets aus dem Vollen schöpfen, aber die Corona-Krise könnte den Verband schwer treffen. Eine Baustelle belastet den Haushalt besonders.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.