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Nicht zugelassenes Silikongel : Brustimplantate-Klagen gegen TÜV werden in Frankreich neu verhandelt

  • Aktualisiert am

Ein geöffnetes Brust-Implantat des französischen Unternehmens PIP Bild: dpa

Der Prozess um die Haftbarkeit des TÜV Rheinland wegen der reißanfälligen Silikonkissen wird neu aufgerollt. Die minderwertigen Implantate wurden Hunderttausenden Frauen eingesetzt. Der TÜV hatte zuvor ihre Qualität überprüft.

          Im Skandal um minderwertige Brustimplantate werden Schadenersatzklagen gegen den TÜV Rheinland in Frankreich neu aufgerollt. Das oberste Gericht des Landes hob am Mittwoch ein Urteil aus Aix-en-Provence auf, das eine Haftung des deutschen Prüfunternehmens 2015 abgelehnt hatte. Die Frage soll nun vor dem Pariser Berufungsgericht neu verhandelt werden, wie das Kassationsgericht am Mittwoch bekanntgab.

          Zahlreiche Frauen hatten das Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Es sieht sich selbst aber als Opfer des Betrugs des Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP).

          Das französische Unternehmen PIP hatte jahrelang ein nicht zugelassenes Silikongel für Brustimplantate verwendet. Der Skandal war 2010 aufgeflogen, Schätzungen zufolge könnten die reißanfälligen Silikonkissen weltweit bei Hunderttausenden Frauen eingesetzt worden sein. Der TÜV hatte Unterlagen zur Konzeption der Implantate und die Qualitätssicherung überprüft – auf dieser Basis erhielt das Unternehmen das europäische CE-Siegel.

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