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Bremerhaven : Behörden finden 120 Kilo Kokain

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Der Klassiker unter den Verstecken: Kokain zwischen Bananenkisten Bild: BKA

In Bremerhaven haben die Behörden 120 Kilogramm Kokain sichergestellt. Das Rauschgift war in Reisetaschen zwischen Bananenkisten aus Ecuador versteckt.

          Den Ermittlungsbehörden ist in Bremerhaven ein Schlag gegen den Rauschgifthandel gelungen. Bei der Kontrolle von Seefrachtcontainern wurden Mitte April 120 Kilogramm Kokain gefunden, das in Reisetaschen zwischen Bananenkisten versteckt war. Der Container, in dem das Rauschgift gefunden wurde, stammte aus Ecuador. Das gab das Bundeskriminalamt am Freitag bekannt.

          Die gefundene Menge Kokain ist ungewöhnlich hoch. Im Vorjahr wurden im Hamburger Hafen insgesamt 427 Kilo und deutschlandweit 1314 Kilo Kokain sichergestellt.

          Im Januar waren insgesamt 140 Kilogramm Kokain in mehreren Supermärkten in Berlin und Brandenburg sichergestellt worden, im März weitere 20 Kilogramm in Sachsen. Auch dort war das Rauschgift in Bananenkisten versteckt gewesen. Immer wieder gelangt Kokain auf dem Seeweg nach Europa. Der Schmuggel dorthin ist im internationalen Drogenhandel weiterhin von großer Bedeutung.

          Internationale Kooperation soll Drogenhandel eindämmen

          BKA-Präsident Jörg Ziercke äußerte sich zufrieden. „Die jüngsten Sicherstellungserfolge, die nicht zuletzt auf die gesteigerte Kontrollintensität der Sicherheitsbehörden zurückzuführen sind, zeigen die Bedeutung einer konsequenten und grenzüberschreitenden Strafverfolgung“, erklärte er. Zur Eindämmung des Drogenschmuggels beteilige sich das Bundeskriminalamt gemeinsam mit amerikanischen und europäischen Partner bereits an Projekten in Peru. Eine weitere Beteiligung in Ecuador sei geplant.

          In Bremerhaven hatten die Staatsanwaltschaft Bremen, das Zollfahndungsamt Hamburg und das Bundeskriminalamt die Kontrolle von Frachtcontainern gemeinsam vorgenommen. Weitere Auskünfte erteilte das Bundeskriminalamt wegen der andauernden Ermittlungen nicht.

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