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Prozess in Brandenburg : NPD-Politiker muss für Nazi-Tattoo in Haft

  • Aktualisiert am

Der angeklagte NPD-Kommunalpolitiker am Montag mit seinem Anwalt im Gericht Bild: dpa

Der NPD-Kommunalpolitiker war in Berufung gegangen. Doch das Urteil lautet wieder schuldig wegen Volksverhetzung. Und diesmal gibt es Gefängnis statt Bewährung.

          Wegen eines Nazi-Tattoos muss ein NPD-Kommunalpolitiker aus Brandenburg acht Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Neuruppin sprach ihn am Montag der Volksverhetzung schuldig. Der heute 28-Jährige hat damit im Berufungsprozess eine härte Strafe bekommen als in erster Instanz.

          Das Amtsgericht Oranienburg hatte ihn im Dezember 2015 zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Er hatte damals gestanden, die Tätowierung mit den Umrissen eines Konzentrationslagers und dem Spruch „Jedem das Seine“ in einem Schwimmbad gezeigt zu haben. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Berufung eingelegt. Die Neuruppiner Richter folgten nun der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Haftstrafe.

          Mit diesem Tattoo zeigte sich der angeklagte Lokalpolitiker im Schwimmbad in Oranienburg.

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