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Vermisstes Mädchen entdeckt : Eltern sollen Tochter im Schrank gefangen gehalten haben

  • Aktualisiert am

In Cottbus ist die 13-Jährige vor fünf Monaten aus einer Wohngruppe verschwunden. Bild: dpa

Im Oktober verschwindet eine 13-Jährige aus einer Cottbuser Wohngruppe. Jetzt wird das Mädchen in der Wohnung seiner Eltern gefunden – und befreit.

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          Nach der Entdeckung einer monatelang vermissten 13-Jährigen in der Wohnung ihrer Eltern in Brandenburg hat sich die in Untersuchungshaft sitzende Mutter zu dem Fall geäußert. Details wollte die Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag aber nicht nennen. Der ebenfalls verhaftete 46 Jahre alte Lebensgefährte der Frau verweigere die Aussage.

          Die 13-Jährige war vor fünf Monaten aus einer Cottbuser Wohngruppe verschwunden, in die sie das Jugendamt vermittelt hatte. Nach einer Vermisstenmeldung hatte sich die Polizei mehrfach mit einem Zeugenaufruf und Fahndungsplakaten an die Öffentlichkeit gewandt, um den Aufenthaltsort des Mädchens zu ermitteln. Rätselhaft war, dass es keinerlei Spur von dem Teenager gab.

          Polizisten hatten die vermisste 13-Jährige am Montag in der Wohnung der beiden in Groß Schacksdorf an der Grenze zu Polen gefunden. Die Eltern hatten nicht gemeldet, dass sich das Mädchen wieder bei ihnen aufhält. Wie die „Bild“ berichtete, wurde das Mädchen über Monate in einem verschließbaren Schrank gefangen gehalten. Dem Bericht nach hatte das Jugendamt das Mädchen und seine heute zehn Jahre alte Schwester vor neun Jahren aus der Familie genommen.

          Gegen das Paar wird wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch, Entziehung Minderjähriger und Freiheitsberaubung ermittelt. Wie lange das Kind bereits wieder in der elterlichen Wohnung war, ob sie freiwillig dahin zurückkehrte oder dazu gezwungen wurde, war unklar. Die Schülerin befindet sich mittlerweile wieder in Obhut des Jugendamtes.

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