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Bombenfund in Atomkraftwerk : Wie kam die Bombe ins Auto?

  • Aktualisiert am

„Palo Verde Nuclear Generating Plant”: Vier Millionen Kunden Bild: AP

Einen Tag nach dem Bombenfund im größten Atomkraftwerk der Vereinigten Staaten ist der Hintergrund des Zwischenfalls noch nicht geklärt. Sicherheitskräfte hatten im Wagen eines Mitarbeiters, der sich das nicht erklären konnte, eine Rohrbombe entdeckt.

          Das größte Atomkraftwerk in den Vereinigten Staaten ist am Freitag wegen eines Bombenfundes von der Polizei für mehrere Stunden abgeriegelt worden. Sicherheitskräfte des Kraftwerks in Wintersburg (Bundesstaat Arizona) hätten am Vormittag im Wagen eines Mitarbeiters einen kleinen Sprengkörper entdeckt, teilte die Betreiberfirma APS mit. Der normale Betrieb im Kraftwerk „Palo Verde Nuclear Generating Plant“ sei von dem Vorfall nicht berührt gewesen.

          Der 61 Jahre alte Mann sei am Eingang des Kernkraftwerks nach der routinemäßigen Überprüfung seines Kleinlastwagens festgenommen worden, berichtete ein Polizeisprecher des Landkreises Maricopa. Bis Samstag war der Hintergrund des Zwischenfalls noch nicht geklärt, aber es gebe keine Hinweise auf einen terroristisches Motiv, berichtete die Polizei. Der Arbeiter habe betont, er wisse nicht, wie die Rohrbombe in seinen Wagen gelangt sei. Er wurde den Angaben nach wieder auf freien Fuß gesetzt.

          Zu keiner Zeit habe eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden, betonte das Energie-Unternehmen. Dennoch sei gemäß den Vorschriften der Zwischenfall als „ungewöhnliches Ereignis“ gewertet worden, die niedrigste der vier Notfallstufen in dem Atomkraftwerk. „Unser Sicherheitspersonal hat umsichtig und angemessen reagiert“, betonte Kernkraftwerks-Manager Randy Edington. Das Kraftwerk 50 Kilometer westlich von Phoenix versorgt nach Angaben der amerikanischen Energiebehörde rund vier Millionen Kunden im Westen der Vereinigten Staaten.

          Der Sheriff von Maricopa: Paul Chagolla

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