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Nach Übergriffen auf Polizei : Böllerverbot für zwei Brennpunkte in Berlin

  • Aktualisiert am

An der Oberbaumbrücke in Berlin stiegen in der Silvesternacht Raketen in die Luft, während Passanten vorbeigingen (Archiv). Bild: dpa

Mit Raketen beschossen, mit Böllern beworfen, wüst beschimpft: Das mussten sich Berliner Polizisten in der Silvesternacht gefallen lassen. An zwei Brennpunkten soll nun ein Böllerverbot erlassen werden.

          Nach Angriffen auf Polizisten und Feuerwehrleute in der Silvesternacht will Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) ein Böllerverbot für zwei Brennpunkte in der Stadt erlassen. Das Verbot für privates Feuerwerk zum nächsten Jahreswechsel soll für den Hermannplatz in Neukölln und die Gegend um die Pallasstraße in Schöneberg gelten. Dort hatte es in der Silvesternacht eine regelrechte Straßenschlacht gegeben, die von einer Polizeihundertschaft aufgelöst wurde. Die Beamten waren mit Raketen beschossen und Böllern beworfen worden sowie wüst beschimpft worden.

          Solche Übergriffe auf Polizisten und Feuerwehrleute müssten gesellschaftlich geächtet werden, sagte Geisel am Montag im Abgeordnetenhaus. An weiteren Orten in Berlin, an denen Beamte angegriffen worden waren, werde man Einsatzhundertschaften platzieren. Zunächst wolle er die beiden Verbotszonen testen, zudem müssten die Verbote auch durchgesetzt werden. Laut Geisel gab es in der Silvesternacht in Berlin 43 Angriffe und Widerstandshandlungen gegen Polizisten.

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