https://www.faz.net/-gum-9re95

Zeugensuche in Böblingen : Unbekannter parkt Rettungswagen bei Notfalleinsatz um

  • Aktualisiert am

Das Rettungsfahrzeug wurde außer Sichtweite der Einsatzkräfte geparkt – in medizinischen Notfällen kann dies fatale Konsequenzen haben. (Symbolbild) Bild: dpa

Während eines Notfalleinsatzes wird ein Rettungswagen mit laufendem Motor und Blaulicht abgestellt. Als die Einsatzkräfte eine in Lebensgefahr schwebende Frau zum Fahrzeug bringen wollen, fehlt von dem Wagen jedoch jede Spur.

          1 Min.

          Weil ein Rettungswagen bei einem Notfalleinsatz in Baden-Württemberg eine Straße blockierte, hat ein Unbekannter das Fahrzeug einfach an eine andere Stelle gefahren. Dessen Besatzung hatte den Wagen in Böblingen nach Angaben der Polizei vom Freitag mit laufendem Motor, Blaulicht und Warnblinkern abgestellt, um den schnellstmöglichen Transport einer in Lebensgefahr schwebenden Patientin zu ermöglichen.

          Wegen eines technischen Defekts konnte der Fahrer des Rettungswagens das Fahrzeug nicht über eine Motorweiterschaltung in Betrieb halten und gleichzeitig den Zündschlüssel abziehen, um den Rettungswagen zu verschließen. Er musste den Schlüssel stecken lassen und seine Kollegen bei der Notfallpatientin unterstützen.

          Diese Situation nutzte ein Unbekannter offenbar aus: Als die Helfer die Frau am Donnerstag zum Fahrzeug bringen wollten, mussten sie es erst suchen. Sie fanden den Wagen 70 Meter entfernt, wie die Polizei in Ludwigsburg am Donnerstagnachmittag mitteilte. Es befand sich für die Einsatzkräfte außer Sichtweite. Der Wagen musste zum Einsatzort zurückgefahren werden, um die Patientin in ein Krankenhaus bringen zu können.

          Die Polizei ermittelt wegen Behinderung von hilfeleistenden Personen und bittet Zeugen um Mithilfe. Nach ersten Erkenntnissen soll der Unbekannte der Fahrer eines Kleinwagens gewesen sein.

          Weitere Themen

          Frau und Kind im Watt vermisst

          Suchaktion am Elbdeich : Frau und Kind im Watt vermisst

          Eine Frau und ihr acht Jahre alter Sohn werden im Watt vor Brunsbüttel vermisst. Fußspuren, Kleidungsstücke sowie Schuhe an einer Buhne deuten darauf hin, dass sich beide in Wassernähe aufhielten – gefunden wurden sie bislang aber nicht.

          Topmeldungen

          Thomas Cook macht Bankrott in einer Zeit, in der das Fliegen als unnötige, im Grunde schon unlautere Handlung gilt. Worüber aber wird berichtet? Über die Streichung von Flügen und steckengebliebene Urlauber.

          Politische Willensbildung : Wer hat noch Mut zum Zweifeln?

          Politik ist die Vertretung von Interessen. Aber die werden kaum noch ausgesprochen. Statt Streit zuzulassen, erstickt man ihn meistens schon im Keim. Über einen immer enger werdenden Spielraum.
          Die Gesundheit des Babys ist für Eltern das höchste Gebot – nicht erst ab der Geburt.

          Verfrühter Mutterschutz : Kaum schwanger, schon weg

          Immer häufiger werden Erzieherinnen und Lehrerinnen lange vor der Geburt des Kindes krankgeschrieben. In vielen Kitas und Grundschulen führt das zu Schwierigkeiten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.