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Urteil nächste Woche : Bochumer „Uni-Vergewaltiger“ gesteht

  • Aktualisiert am

Der Täter (links) sitzt Ende April vor Prozessbeginn auf der Anklagebank des Landgerichts in Bochum neben seinem Verteidiger. Bild: dpa

Nachdem er zuerst schweigen wollte, hat der Angeklagte im Prozess um die Vergewaltigung zweier Chinesinnen in Bochum die Taten gestanden. Die Beweisaufnahme wurde daraufhin beendet.

          Laut einem Bericht von „Der Westen“ gibt es eine überraschende Wende im Prozess gegen den mutmaßlichen Bochumer Uni-Vergewaltiger. Der Angeklagte habe die Vergewaltigung von zwei chinesischen Studentinnen gestanden. Sein Anwalt habe mitgeteilt, dass die Vorwürfe der Anklage „vollumfänglich zutreffen“. Die Beweisaufnahme sei daraufhin beendet worden, das Urteil soll am 16. Mai verkündet werden. Sein Anwalt hatte beim Prozessauftakt Ende April zunächst erklärt, dass sein Mandat schweigen werde.

          Vor neun Monaten war in Bochum eine chinesische Austauschstudentin auf dem Rückweg vom Supermarkt überfallen und vergewaltigt worden. Drei Monate später hatte der Täter abermals zugeschlagen. Wieder war das Opfer eine Studentin aus China. Schnell machte das Wort vom „Uni-Vergewaltiger“ die Runde. Im Universitätsviertel ging die Angst um – bis zur Festnahme im Dezember 2016.

          Eine Spur hatte die Ermittler in eine Bochumer Flüchtlingsunterkunft geführt. Dort wohnte der 32 Jahre alte Iraker mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern in einem Container. Die Festnahme erregte bundesweit Aufsehen, weil es um die gleiche Zeit auch um ein Gewaltverbrechen an einer Studentin in Freiburg ging und sich auch dort der Verdacht gegen einen Flüchtling richtete. Die 19 Jahre alte Studentin war im Oktober 2016 vergewaltigt und getötet worden.

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