Schon 40.000 Fälle registriert :
BKA-Chef warnt vor Whatsapp-Betrug

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Betrug via Whatsapp: Das BKA registriert Schäden in Millionenhöhe.
Mit einem Trick gewinnen Betrüger via Whatsapp das Vertrauen ihrer Opfer und haben damit innerhalb weniger Monate Schäden in Millionenhöhe verursacht. Das Bundeskriminalamt erklärt, wie sich Betroffene schützen können.

Die Täter geben sich im Chat als Bekannte oder Verwandte aus und bitten dann um Geld: Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat vor Betrugsversuchen in Messenger-Diensten gewarnt. Allein in den ersten acht Monaten 2022 habe die Polizei 40.000 solche Betrugsfälle registriert, mit einem Schaden von insgesamt 22 Millionen Euro, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Dienstag. Die Täter seien in 30 Prozent der Fälle erfolgreich gewesen.

Meist laufe der Betrug über die Chat-App Whatsapp, heißt es in einem Warnhinweis des BKA. „Hier erhalten die Betroffenen von einer unbekannten Nummer eine Chat-Nachricht von einem vermeintlich vertrauten Absender mit dem Hinweis: ‚Mein altes Handy ist kaputt, dies ist meine neue Handynummer, lösche die alte und speichere die bitte ab.‘ Doch dahinter steckt ein Krimineller“, beschrieb Münch die Masche der Betrüger.

Der Täter baue Vertrauen auf. „Und irgendwann kommt die Nachricht, man müsse dringend Rechnungen bezahlen, aber das eigene Onlinebanking funktioniere aufgrund des neuen Handys noch nicht. Das Ziel: eine Überweisung an die Täter.“

Betroffenen, die verdächtige Nachrichten erhalten, rät das BKA in seinem Warnhinweis: „Gehen Sie auf keinen Fall auf Geldforderungen über Messenger-Dienste ein.“ Zudem sei es ratsam, die Personen, die vermeintlich eine neue Nummer haben, unter der bisher bekannten Nummer anzurufen und zu überprüfen, ob der angebliche Nummernwechsel wirklich stimmt. Wer bereits Opfer geworden sei, solle bei der örtlichen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache des jeweiligen Bundeslandes Strafanzeige erstatten.