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Berliner Silvesternacht : Videos zeigen Aggression gegen Polizisten

  • Aktualisiert am

Silvester in Berlin: Überall Böller und Raketen Bild: dpa

In Berlin sind in der Silvesternacht vor allem Polizisten von jungen Männern mit Böllern und Raketen angegangen worden. In Videos ist das aggressive Auftreten der Gruppen zu sehen – und die Reaktion der Polizei.

          Die aggressive Stimmung, die der Polizei zum Teil in der Silvesternacht in Berlin entgegenschlug, ist auf mehreren Videos dokumentiert. Ein Film, der im Internet kursiert, wird auch von rechtspopulistischen Kreisen und Politikern weitergeleitet und kommentiert. Er zeigt eine längere Szene in Berlin-Schöneberg – laut der Zeitung „B.Z.“ in der Steinmetzstraße nahe der Pallasstraße, wo die Lage zu Silvester immer besonders brisant ist. Die Polizei zweifelt nicht an der Echtheit des Videos.

          Mehrere Polizisten mit Helmen halten dort im Dunkeln einen Menschen erst auf dem Boden fest und führen ihn dann ab. Männer schreien auf Deutsch „Hurensöhne“, schimpfen auf Arabisch, verfolgen die Beamten und filmen sie. Mehrere Böller werden auf die Sicherheitskräfte geworfen und explodieren. Es kommt zu einem Handgemenge mit den Polizisten, die weiterhin einen Mann festhalten und den Rest der Menge auf Abstand halten.

          Die Polizei teilte mit, in dem Bereich seien in der Nacht ein 16- und ein 17-jähriger Jugendlicher wegen schweren Landfriedensbruchs festgenommen worden. Ob die Szene in dem Film diesen Vorgang zeigt, stehe noch nicht endgültig fest. An dem Verhalten der Polizisten sei nichts auszusetzen, sagte ein Sprecher. Es sei ein eher deeskalierendes Auftreten zu sehen: Polizisten hätten den Ort der Festnahme abgesichert und den Festgenommenen zügig aus dem Gefahrenbereich gebracht.

          In der Gegend um die Pallasstraße in Schöneberg hatten sich laut dem Polizeibericht zu Silvester bis zu 150 Menschen versammelt. Sie beschossen vorbeifahrende Autos und Passanten mit Feuerwerk. Die Polizei leitete 31 Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie des schweren Landfriedensbruchs ein. 27 Menschen wurden demnach vorübergehend festgenommen und erhielten Platzverweise. Wegen der Ausschreitungen in den vergangenen Jahren hatte die Polizei dort zusätzliche Kräfte hingeschickt.

          Andere Filme, besonders beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter, zeigen ähnliche Szenen: An der Ecke Sonnenallee und Fuldastraße in Neukölln feuern junge Männer ihre Schreckschusspistolen immer wieder in Richtung eines vorbeifahrenden Polizeiautos ab. Auf dem Kottbusser Damm zwischen Kreuzberg und Neukölln wiederum werden Feuerwerkskörper zwischen Feuerwehrmänner geworfen, die gerade im Einsatz sind.

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