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Ein Euro pro Pistole : Berliner Polizei kauft alte Waffen aus Schleswig-Holstein

  • Aktualisiert am

Grundsätzlich will die Berliner Polizei neue Pistolen anschaffen, das wird aber noch dauern. Bild: dpa

Für den symbolischen Kaufpreis von einem Euro pro Waffe kauft die Berliner Polizei 1139 alte Dienstpistolen vom Land Schleswig-Holstein. Kriminalbeamte kritisieren: „Unser Leben scheint kaum einen Cent wert zu sein.“

          Die Berliner Polizei kauft 1139 alte Dienstpistolen vom Land Schleswig-Holstein. Sie bezahlt dafür einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro pro Waffe. Der Vertrag darüber ist bereits abgeschlossen, wie Polizeisprecher Thomas Neuendorf bestätigte. Die Pistolen des Modells P6 der Firma Sig Sauer werden von der Polizei in Schleswig-Holstein nicht mehr gebraucht und wurden dort ausgemustert. Die „Berliner Morgenpost“ hatte zuerst darüber berichtet.

          Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) kritisierte, die Pistole P6, die seit Ende der 1970er-Jahre produziert wird, entspreche nicht mehr „den Ansprüchen einer modernen Polizei und deren Sicherheitsbedürfnissen“. Der Berliner Landesvorsitzende Michael Böhl teilte mit: „Wer so gespart hat, dass wir nun mit alten, gebrauchten und nicht mehr produzierten Schusswaffen für einen Euro ausgerüstet werden müssen, dem scheint unser Leben kaum einen Cent wert zu sein.“

          Polizeisprecher Neuendorf erwiderte, mit der Übernahme der Pistolen wolle man mögliche Engpässe in der Zukunft verhindern. Die Waffen seien technisch einwandfrei und überprüft worden. So könne man abgenutzte Dienstwaffen der Berliner Polizisten ersetzen. Grundsätzlich wolle die Berliner Polizei neue Pistolen anschaffen, das werde aber noch dauern, so Neuendorf.

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