https://www.faz.net/-gum-93nx9

Nach Vorfall in Berlin : Fahrer des verunglückten Mietwagens stellt sich

  • Aktualisiert am

Tatortsicherung am Wilhelmsruher Damm in Berlin Bild: dpa

In Berlin können sich Passanten in der Nacht zum Samstag gerade noch retten, als ein Auto auf dem Bürgersteig auf sie zurast. Die Polizei spricht von einem Unfall. Der Fahrer flüchtet zunächst – stellt sich dann aber doch.

          Der Mann, der in Berlin-Reinickendorf auf einem Gehweg mit einem Mietwagen auf Passanten zugefahren sein soll, hat sich bei der Polizei gemeldet. Der 35 Jahre alte Mieter des Wagens sei am Samstagnachmittag zur Polizei in Moabit gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Die Ermittlungen dauerten an. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass es sich wohl nicht um einen Anschlag handelte. Ermittlungen hätten ergeben, dass der Fahrer des Wagens von der Straße abgekommen sei, weil er einem wendenden Auto ausweichen wollte.

          Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte zuvor bereits erklärt, man gehe von einem „Verkehrsunfall mit Fahrerflucht“ aus. „Die bisherigen Erkenntnisse zum Hergang deuten darauf hin“, sagte Geisel am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Spekulationen verbieten sich, momentan spricht nicht viel für einen Anschlagsversuch.“ Erkenntnisse zur Motivation des derzeit noch flüchtigen Fahrers lägen noch nicht vor.

          Der Unbekannte war in der Nacht auf Samstag auf eine Menschengruppe in Reinickendorf zugerast. Verletzt wurde dabei niemand. Der Mann fuhr demnach über einen Gehweg am Wilhelmsruher Damm und kollidierte auch mit einem abgestellten Roller. Nach Angaben der Polizei Berlin konnten Zeugen das Autokennzeichen erkennen, woraufhin noch in der Nacht die Wohnung des Verdächtigen durchsucht wurde. Es war jedoch nicht klar, ob der Mieter des Wagens auch am Steuer gesessen habe, sagte eine Sprecherin.

          Zeugenaussagen zufolge konnten sich Passanten nur durch Sprünge zur Seite retten. Anschließend wendete der Fahrer und fuhr über den Bürgersteig der gegenüberliegenden Fahrbahnseite. Danach ergriff er Polizeiangaben zufolge die Flucht. Ob der mutmaßliche Täter gefasst werden konnte, sagte die Behörde nicht. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

          Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Ein Mitarbeiter des Lagezentrums sagte, dass man nach den aktuellen weltweiten Vorfällen in alle Richtungen ermitteln müsse. Er warnte aber davor, vorzeitig von einem „Terroranschlag“ zu sprechen.

          Weitere Themen

          Stell Dir vor, es ist heiß und das Freibad hat zu

          Mangel an Bademeistern : Stell Dir vor, es ist heiß und das Freibad hat zu

          Deutschlands oberster Bademeister schlägt Alarm: Zurzeit fehlen etwa 2500 Fachkräfte. In der Folge müssen Bäder vorübergehend schließen oder die Öffnungszeiten verkürzen. Dass der Beruf ein schlechtes Ansehen genießt, ist nur ein Grund für die Misere.

          Topmeldungen

          Konflikt mit Iran : Trumps Schlamassel

          Mit dem Abschuss einer Drohne ist eine neue Stufe in der Auseinandersetzung zwischen Amerika und der Islamischen Republik erreicht. Aus diesem Schlamassel gibt es keinen einfachen Ausweg.
          Sie sind international, weltoffen, ungebunden: Aber was wissen die liberalen Eliten noch vom Rest der Welt?

          Buch über Globale Eliten : Nur nicht so herablassend

          Die Globalisierung hat eine Elite hervorgebracht, die weltoffen, international und ungebunden ist. Carlo Strenger liest dieser liberalen Elite in seinem Buch die Leviten: Sie vergesse alle anderen gesellschaftlichen Schichten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.