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Berlin : Verdächtige stellen sich nach Alexanderplatz-Mord

  • Aktualisiert am

Noch immer legen Menschen zum Zeichen der Anteilnahme Blumen am Tatort nieder und entzünden Kerzen. Bild: dpa

Nach der Festnahme eines 19 Jahre alten Mannes in Zusammenhang mit der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz haben sich zwei weitere mutmaßliche Täter bei der Polizei gestellt.

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          Nach dem tödlichen Prügelangriff auf einen 20 Jahre alten Mann am Berliner Alexanderplatz haben sich zwei weitere Tatverdächtige gestellt. Das sagte ein Polizeisprecher und bestätigte damit einen Bericht der „Berliner Morgenpost“. Die Männer im Alter von 19 und 21 Jahren seien in Begleitung ihrer Rechtsanwälte bei der Mordkommission erschienen und festgenommen worden, sagte der Sprecher. Die drei Tatverdächtigen werden den Angaben zufolge derzeit vernommen.

          Bereits am Dienstag war in Wedding ein 19 Jahre alter Mann festgenommen worden. Die Befragung des Mannes dauere weiter an, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Beamte hatten den Mann am Dienstag in Berlin-Wedding festgenommen. Inwieweit sich der junge Mann zu den Vorwürfen geäußert hat, war unklar. Die Polizei stuft ihn Medienberichten zufolge als Mittäter ein.

          Nach Informationen des RBB sind der Mordkommission die Namen von vier weiteren Verdächtigen bekannt, was der Sprecher jedoch nicht bestätigte. Zuvor war in Medienberichten darüber spekuliert worden, dass sich die möglichen Täter in die Türkei abgesetzt haben könnten.

          Das 20 Jahre alte Opfer war in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober von mehreren jungen Männern bewusstlos geprügelt worden. Der junge Mann erlag einen Tag später seinen schweren Verletzungen. Als Todesursache werden nach der Obduktion Blutungen im Gehirn vermutet. Eine öffentliche Gedenkfeier wird am Sonntag (28. Oktober) im Haus der Begegnung in Charlottenburg ausgerichtet.

          Die Brutalität des Angriffs hatte über die Grenzen Berlins hinweg Entsetzen ausgelöst. Neben anderen Politikern schaltete sich auch Bundespräsident Joachim Gauck in die Debatte ein und forderte am Montag ein entschiedenes Einschreiten gegen Gewalt. Die Menschen dürften „nicht wegschauen“, sagte er und sicherte den Berlinern seine Unterstützung beim Engagement gegen Gewalt zu.

          Zu der Tat sind bei den Ermittlern bislang 40 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, wie ein Sprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft setzte für Hinweise auf die Täter eine Belohnung in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus.

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