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Berlin : Razzia gegen Mitglieder krimineller Großfamilie

  • Aktualisiert am

Razzia am frühen Montagmorgen in Berlin Bild: dpa

In Berlin hat die Polizei abermals eine Razzia gegen organisierte Clans durchgeführt. Die arabischen Großfamilien stehen immer wieder im Fokus der Ermittler.

          In Berlin ist die Polizei abermals mit einer Großrazzia gegen organisierte Clan-Kriminalität vorgegangen. Seit 06.00 Uhr am Montag würden in den Bezirken Tiergarten und Kreuzberg Objekte von kriminellen Mitgliedern einer arabischen Großfamilie durchsucht, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die „Welt“ über den Einsatz berichtet.

          Nach Angaben der Zeitung ging es bei dem Großeinsatz um den Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz im großen Stil, den Beschuldigten werde demnach der Handel mit Kokain vorgeworfen. Wie die „Welt“ berichtete, war ein Großaufgebot der Sicherheitsbehörden mit einer Vielzahl von Spezialkräften an der Aktion beteiligt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

          Erst Mitte Juli hatte die Polizei in Berlin im Zuge eines Geldwäscheverfahrens gegen eine Großfamilie 77 Immobilien im Gesamtwert von rund 9,3 Millionen Euro vorläufig beschlagnahmt. Auch hier handelte es sich laut Medienberichten um Angehörige eines arabischen Clans.

          Vom Drogenhandel bis zu Einbrüchen geht laut Polizei etwa in Berlin ein Viertel der organisierten Kriminalität auf das Konto arabischer Clans, hieß es Anfang August unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Demnach steigt die Zahl der Ermittlungsverfahren in Deutschland – in einigen Bundesländern besonders. Vor allem in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und in Berlin habe die Polizei ein besonders scharfes Auge auf die Clans.

          Ein besonders schwerer Fall ist der Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum in Berlin. Im Juli konnte die Polizei einen Ermittlungserfolg verkünden.

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