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Zeichen gegen Gewalt : Gemälde von erschossenem Clanmitglied in Berlin übermalt

  • Aktualisiert am

Handwerker beginnen, das Bild von Nidal R. zu übermalen. Bild: dpa

Anfang September wurde Nidal R. in Berlin erschossen. Sein Porträt nahm als Graffiti in Neukölln eine ganze Wand ein. Die Entfernung soll eine klare Ansage gegen kriminelle Banden sein.

          Das heroische Wandgemälde des in Berlin erschossenen kriminellen Clanmitglieds Nidal R. ist übermalt worden. Zwei Maler übertünchten das Graffiti im Stadtteil Neukölln am frühen Freitagmorgen im Beisein von Polizisten und des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Falko Liecke (CDU).

          „Das Bild ist Geschichte“, sagte Liecke der Deutschen Presse-Agentur. Er wertete das Übermalen des Graffitis als klare Ansage an kriminelle Banden in Berlin. Damit soll eine weitere Stilisierung des Verbrechers verhindert werden. Die Wand solle nun von Kindern aus einer Neuköllner Jugendeinrichtung neu gestaltet werden.

          Nidal R. war am Nachmittag des 9. September am Rand des Tempelhofer Feldes niedergeschossen worden. Er starb später im Krankenhaus. Auf den 36 Jahre alten Mann wurden acht Schüsse abgefeuert, mehrere Personen waren an der Tat beteiligt. Die Polizei konnte bislang keinen Verdächtigen fassen. Wegen des Wandgemäldes hatte die Polizei Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

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