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Belgien : Polizei schießt Bewaffneten in Gent nieder

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Die belgische Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft. Wie hier bei einem Einsatz in Forest im März griffen auch die Beamten in der Genter Innenstadt zur Waffe. Bild: dpa

Im belgischen Gent haben Polizisten einen Mann niedergeschossen, der selbst eine Pistole gehabt haben soll. Zumindest in einer Hinsicht gibt die Polizei jetzt Entwarnung – die Schießerei hat vermutlich keinen terroristischen Hintergrund.

          Bei einer Schießerei in der belgischen Stadt Gent hat die Polizei am Abend einen bewaffneten Mann niedergeschossen, der in der Innenstadt eine Frau bedroht haben soll. Dies meldeten belgische Medien. Der Schusswechsel sorgte zunächst für größte Aufregung – Belgien ist nach den Terroranschlägen im März in Brüssel immer noch in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Gefahr sei vorüber und es gebe wohl keinen terroristischen Hintergrund, berichtet nun allerdings die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Polizei.

          Was genau passierte, ist noch nicht vollständig klar. Der Polizei zufolge ereignete sich der Zwischenfall gegen 18 Uhr in der Vlaanderenstraat im Zentrum der zweitgrößten Stadt Flanderns. Nach einem Notruf hätten Beamte den Mann mit einer Feuerwaffe angetroffen. Trotz Aufforderung habe er die Waffe nicht fallen gelassen. Daraufhin sei er „neutralisiert worden“, sagte der Polizeisprecher. Der Getroffene ist schwer verletzt, nähere Informationen zu seinem Zustand gibt es bislang nicht. Der Umkreis des Tatorts blieb bis in den Abend hinein gesperrt. Die Staatsanwaltschaft in Ostflandern hat Ermittlungen aufgenommen.

          Die Nachrichtenseite VTM Nieuws ergänzte, der Bewaffnete habe das Feuer zuerst eröffnet. Die Polizei habe zurückgeschossen und ihn drei Mal in den Bauch getroffen. Dafür gab es aber noch keine Bestätigung. Zeugen berichteten der Zeitung „De Standaard“, der Mann habe Drohungen ausgestoßen und seine Waffe auf den Kopf einer Frau gerichtet.

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