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Gerät kaputt geatmet : Promillewert einer Frau sprengt Alkotester

  • Aktualisiert am

Ein Promillewert von über fünf Promille kann lebensbedrohlich sein (Symbolbild). Bild: dpa

Mehr als fünf Promille können Alkotester in der Regel nicht messen – und diesen astronomischen Wert überleben viele Menschen auch nicht. Im Fall einer Betrunkenen in Bayern war das nun anders.

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          Erst waren nur Symbole zu sehen, dann gab der Alkotester völlig den Geist auf: Mit ihrem Promillewert hat eine betrunkene Frau in Augsburg ein Testgerät an seine Grenzen gebracht. Die 39-Jährige wies lebensbedrohliche 5,2 Promille auf, wie ein zweites Gerät nach Angaben der Polizei vom Donnerstag offenbarte. Das erste habe nur Werte bis vier Promille anzeigen können, hieß es.

          Zeugen hatten besorgt Polizei und Rettungsdienst gerufen, weil die Betrunkene mit Verletzungen im Gesicht an einer Bushaltestelle stand und nicht mehr ansprechbar war. In ihrer Handtasche fanden die Beamten am Mittwoch eine leere Wodkaflasche. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

          Das ist nicht das erste Mal, dass ein Testgerät an zu hohen Promillewerten scheitert. Im September 2017 scheiterten Polizisten in Darmstadt an einem Autofahrer und seinem astronomischen Promillewert.  Der 47 Jahre alte, in Darmstadt lebende Pole hatte so viel Alkohol im Blut, dass das Gerät nach dem Pusten gar keinen Promillewert anzeigte, sondern nur einen Pfeil nach oben.

          Die zweifelnden Polizisten ließen das Blasen zwar wiederholen, aber wieder tauchte der Pfeil auf, als Hinweis, dass der Alkoholwert bei mehr als fünf Promille liegen musste. Daraufhin nahmen die Beamten den Mann mit zur Blutprobe. Mit dem rekordverdächtigen Ergebnis ist in einigen Tagen zu rechnen. Zeugen hatten den Mann gemeldet, weil er mit seinem Wagen auf der B 3 auffallend langsam und in Schlangenlinien gefahren war.

          Im September 2016 setzte sich eine Frau in Hessen mit einem Promillewert von 4,1 hinter das Steuer ihres Autos. Allein diesen Wert überleben viele Menschen nicht. Wie die Polizei berichtete, hatten Zeugen im Fischbachtaler Ortsteil Steinau beobachtet, wie die 46 Jahre alte Fahrerin in einer Kurve von der Fahrbahn geriet, ihr Auto gegen eine Leitplanke prallte und in einem Grünbeet zum Stehen kam. Die Beamten hatten die Unfallursache rasch geklärt. Die Frau musste eine Blutentnahme zulassen, den Führerschein abgeben und hinnehmen, dass sie vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht wurde.

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