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Ankerzentrum in Bamberg : Flüchtlinge sollen in Tötungsabsicht auf Polizisten losgegangen sein

  • Aktualisiert am

Bamberg: Einsatzkräfte bei dem nächtlichen Einsatz am Ankerzentrum Bild: dpa

Wegen versuchter Tötungsdelikte an Polizisten wird nach der Randale im oberfränkischen Ankerzentrum gegen vier Bewohner ermittelt. Ihnen wird auch besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen.

          Nach der Randale im oberfränkischen Ankerzentrum wird gegen vier Bewohner wegen versuchter Tötungsdelikte an Polizisten ermittelt. Den eritreischen Staatsangehörigen wird auch besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. Die Männer sollen am frühen Dienstagmorgen mit weiteren Bewohnern des Flüchtlingsheims in Bamberg Sicherheitsmitarbeiter und Polizisten angegriffen und sich verbarrikadiert haben. Zudem sollen sie in einer Wohnung ein Feuer gelegt haben. Die vier Hauptverdächtigen sollen am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

          Bei der Randale wurden elf Menschen verletzt. Ein Polizist musste behandelt werden, weil er nach Angaben der Ermittler von einem Verdächtigen mit einer Metallstange angegriffen wurde. Zehn Bewohner wurden ebenfalls verletzt, darunter die insgesamt neun Tatverdächtigen. Sie erlitten überwiegend Rauchgasvergiftungen. Bei dem Feuer entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro.

          Der Polizei zufolge gab es nach einer Ruhestörung einen Übergriff auf Sicherheitsdienstmitarbeiter in dem Ankerzentrum. In der Folge hätten sich mehrere Männer verbarrikadiert. Erste eintreffende Polizisten seien unter anderem mit Pflastersteinen beworfen worden.

          Die Einsatzleitung beorderte insgesamt rund hundert Polizisten zu der Unterkunft. Nach Ausbruch des Feuers seien acht Menschen festgenommen worden, ein weiterer Mann sei von Spezialeinsatzkräften festgenommen worden. Die Polizei leitete zunächst Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, schwerer Brandstiftung und weiterer Delikte gegen die Festgenommenen ein.

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