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Ärger nach Fußballspiel : Bahnverkehr in Duisburg nach Randale eingestellt

  • Aktualisiert am

Der Bahnverkehr am Duisburger Hauptbahnhof wurde zeitweise eingestellt (Bild von März 2018). Bild: Picture-Alliance

Rund um das Drittliga-Spiel Uerdingen gegen Rostock kommt es zu Ausschreitungen. Ein Beteiligter wird schwer verletzt. Der Duisburger Hauptbahnhof wird abgeriegelt, der Bahnverkehr eingestellt.

          Rund um das Fußball-Drittligaspiel des KFC Uerdingen gegen FC Hansa Rostock (2:1) ist es am Samstag in Duisburg zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bereits vor dem Anpfiff kam es vor dem Stadion zu einer Schlägerei mit etwa 160 Beteiligten beider Fanlager. Nach der Partie gerieten Anhänger beider Vereine am Duisburger Hauptbahnhof wieder aneinander. Durch einen Sturz ins Gleisbett wurde nach Polizeiangaben eine Person schwer verletzt und musste notärztlich behandelt werden.

          Ob der Sturz im Zusammenhang mit den Ausschreitungen steht, ist noch unklar. Der Duisburger Hauptbahnhof wurde am Samstagabend abgeriegelt und der Bahnverkehr eingestellt. Die Bundespolizei forderte zur Unterstützung eine Hundertschaft der Duisburger Polizei an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hat die Duisburger Polizei eine Ermittlungskommission eingesetzt. Sie soll aufklären, was sich auf dem Bahnsteig zugetragen hat und wie es zu dem Verletzten kam. Dazu werden die Personalien aller auf dem Bahnsteig anwesenden Personen festgestellt und Zeugen befragt. Laut Polizei-Mitteilung vom Abend befinde sich der Verletzte im Krankenhaus. Es bestehe „derzeit keine Lebensgefahr“. 

          Bereits vor dem Spiel war ein Bus mit 80 Rostock-Fans falsch abgebogen und stand zufällig am Eingang für die Krefelder Zuschauer, sagte ein Sprecher der Polizei Duisburg. Die beiden Fan-Gruppen gingen direkt aufeinander los und konnten von der Polizei nur mit dem Einsatz von Reizgas getrennt werden. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt, teilte die Polizei mit.

          Die Beamten leiteten nach den Vorfällen vor dem Spiel Strafverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs gegen alle Beteiligten ein. Da sich 60 Rostock-Fans aber weigerten, ihre Personalien anzugeben, wurden sie zum Polizeipräsidium gebracht. Rund 300 Rostocker hätten daraufhin aus Solidarität zu den Fans die Schauinsland-Reisen-Arena verlassen. Der KFC Uerdingen trägt in der Saison 2018/19 seine Heimspiele wegen Umbaus des eigenen Stadions in Duisburg aus.

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