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Brandanschläge bei Berlin : Bahnstrecke nach Hamburg immer noch komplett gesperrt

  • Aktualisiert am

Unbekannte hatten an den Brandenburger Bahnhöfen Groß Behnitz und Finkenkrug Brandanschläge auf einen Kabelschacht und eine Signalanlage verübt (Archivbild). Bild: dpa

Wer mit dem Zug von Berlin nach Hamburg will, braucht weiter Geduld: Es kommt zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Hat eine Nazi-Demo in Berlin etwas mit den Brandanschlägen zu tun, derentwegen die Strecke gesperrt ist?

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          Die Bahnstrecke von Berlin nach Hamburg ist weiterhin komplett gesperrt. Es gebe noch keine Prognose, wann es dort weitergehe, sagte eine Bahnsprecherin am Sonntagnachmittag. Wegen großräumiger Umleitungen komme es dort zu Verspätungen zwischen 90 und 120 Minuten.

          Wegen zwei Bränden ist es am ganzen Wochenende im Bahnverkehr von Berlin nach Hamburg und Hannover zu erheblichen Einschränkungen gekommen. Unbekannte hatten am Samstagmorgen an den Brandenburger Bahnhöfen Groß Behnitz und Finkenkrug (Havelland) Brandanschläge auf einen Kabelschacht und eine Signalanlage verübt, wie die Bahn mitteilte.

          Die Strecken Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg mussten den ganzen Samstag gesperrt bleiben. Nach Hannover konnten Züge auf der Strecke von Berlin über Hannover, Hamm nach Köln von Sonntagmorgen an wieder fahren, allerdings mit einer Verspätung von 30 Minuten. Die Verbindungen Frankfurt-Göttingen-Hannover-Berlin und Amsterdam-Hannover-Berlin wurden weiter über Magdeburg umgeleitet und hatten eine Verspätung von einer Stunde.

          Die Polizei Brandenburg suchte auch am Sonntag weiter nach den Tätern. Ein Sprecher schloss einen Zusammenhang mit einer Neonazi-Demo in Berlin-Spandau nicht aus. Dort demonstrierten am Samstag mehrere hundert Rechte anlässlich des Todestags des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß, der in Spandau im Gefängnis saß und sich dort 1987 das Leben nahm. Weil rund 250 Neonazis wegen der Streckensperrung in Brandenburg festsaßen, meldeten sie eine Spontandemo durch die Kleinstadt Falkensee (Havelland) an. Polizisten überwachten den Protestzug.

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